Über 200 % in drei Monaten: Citi rät zum Verkauf der Moderna-Aktie!

Markus Weingran Markus Weingran
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Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

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Citi rät Morderna-Aktie zu verkaufen!
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Die Moderna-Aktie hat nach starken Krebsimpfstoff-Daten eine spektakuläre Rallye hingelegt. Jetzt warnt Citi vor einer überzogenen Bewertung. Die Frage: Ist die Aktie zu weit gelaufen?
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die Aktie von Moderna ist nach positiven Studiendaten zu einem personalisierten Krebsimpfstoff regelrecht explodiert. Seit der Veröffentlichung der Phase-III-Ergebnisse zu Intismeran Autogene am 19. August legte der Kurs um rund 223 Prozent zu. Nun mahnt die Citigroup zur Vorsicht.

Analyst Geoff Meacham stufte die Aktie des Biotech-Unternehmens auf "Verkaufen" herab. Zwar erhöhte er sein Kursziel von 60 auf 80 US-Dollar, doch liegt diese Marke deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Die Aktie reagiert auf die Empfehlung mit deutlichen Kursverlusten, die erst der Anfang seien könnten.

Krebsimpfstoff sorgt für neue Fantasie

Auslöser der Rallye waren positive Ergebnisse einer Phase-III-Studie für Modernas experimentellen personalisierten Krebsimpfstoff Intismeran Autogene. In Kombination mit Keytruda vom Pharmakonzern Merck erreichte die Therapie bei mehr als 1.100 Patienten mit fortgeschrittenem oder Hochrisiko-Melanom die angestrebten Studienziele.

Werte aus dem Artikel:
Moderna Aktie 245,85 $ +1,56%

Die Daten haben die Fantasie rund um Moderna deutlich verändert. Nach den Herausforderungen im klassischen Impfstoffgeschäft setzt das Unternehmen zunehmend auf neue Wachstumstreiber in der Onkologie und weiteren Therapiegebieten.

Citi zweifelt an der Bewertung

Trotz der medizinischen Fortschritte sieht Citi die aktuelle Bewertung kritisch. Nach Einschätzung von Meacham lässt sich die Marktkapitalisierung von rund 80 Milliarden US-Dollar nur schwer mit vergleichbaren Unternehmen oder dem erwarteten Wert der Pipeline rechtfertigen.

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Der Analyst verweist darauf, dass Moderna inzwischen ungefähr auf dem Niveau von Regeneron bewertet werde, obwohl die erwarteten Umsätze und Gewinne deutlich niedriger seien.
Selbst bei einer sehr hohen Erfolgswahrscheinlichkeit für die führenden Onkologieprogramme errechnet Citi laut Meacham einen Wert von rund 100 US-Dollar je Aktie – deutlich unter dem aktuellen Kursniveau.

Für eine Bewertung von etwa 200 US-Dollar je Aktie wären laut seiner Einschätzung jährliche Onkologie-Umsätze von rund 26 Milliarden US-Dollar notwendig.

Wird aus der Hoffnung ein Milliardenmarkt?

Die Chancen für Moderna liegen auf der Hand: Personalisierte Krebsimpfstoffe gelten als eines der spannendsten Felder der modernen Medizin. Sollte Intismeran Autogene auch in weiteren Krebsarten erfolgreich sein, könnte sich daraus ein bedeutender neuer Geschäftsbereich entwickeln.

Doch genau hier liegt auch das Risiko. Melanome gelten als vergleichsweise gut behandelbar mit sogenannten Checkpoint-Inhibitoren. Ob die Technologie auch bei schwierigeren Tumorarten wie Lungen-, Nieren- oder Blasenkrebs vergleichbare Ergebnisse liefert, ist noch offen.

Starke Story, aber die Erwartungen sind übers Ziel hinausgeschossen

Die Moderna-Aktie hat nach den positiven Studiendaten eine beeindruckende Neubewertung erlebt. Die entscheidende Frage ist nun nicht mehr nur, ob die Krebsimpfstoff-Technologie funktioniert – sondern ob die künftigen Umsätze die mittlerweile sehr hohe Bewertung rechtfertigen können.

Nach einem Kursanstieg von mehr als 200 Prozent in wenigen Monaten ist eine Konsolidierung grundsätzlich möglich. Anleger müssen deshalb abwägen: Die medizinische Fantasie ist groß, gleichzeitig sind die Erwartungen an Moderna inzwischen deutlich gestiegen.

Die Citigroup setzt genau hier an und warnt vor einem ungünstigen Chance-Risiko-Verhältnis auf dem aktuellen Kursniveau. Ob die Aktie langfristig weiterlaufen kann, hängt vor allem davon ab, ob Moderna aus den vielversprechenden Studiendaten tatsächlich einen milliardenschweren Onkologie-Geschäftsbereich entwickeln kann.

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Redaktion Ariva/MW



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