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UBS sieht 20 % Kurspotenzial für chinesische Aktien

UBS sieht für Chinas Aktienmarkt erhebliches Aufwärtspotenzial, sollte eine überraschende Reflation die Gewinne antreiben und eine Neubewertung auslösen.
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Quelle: - ©unsplash.com
iShares MSCI China A UCITS ETF US. 5,167 € iShares MSCI China A UCITS ETF USD (Acc) Chart +0,45%
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Chinesische Aktien könnten vor einer erneuten Aufwärtsbewegung stehen. Nach Einschätzung von UBS Securities Asia birgt ein sich abzeichnendes reflationäres Umfeld erhebliches Kurspotenzial. Sollten steigende Inflationserwartungen in höhere Unternehmensgewinne münden, könnte der chinesische Aktienmarkt um 20 Prozent zulegen.

Im Zentrum der Analyse steht der MSCI China Index. Laut UBS würde eine Kombination aus verbesserter Preissetzungsmacht, stabilisierenden Margen und einer Neubewertung der Bewertungskennzahlen ausreichen, um den Leitindex deutlich nach oben zu treiben.

Reflation als Impuls für steigende Gewinne

Nach Einschätzung der UBS-Strategen zeichnet sich in China ein Wandel bei der Preisentwicklung ab. Zunehmend seien Unternehmen in der Lage oder bereit, höhere Vorleistungskosten an ihre Kunden weiterzugeben. Gleichzeitig gebe es Hinweise auf einen allmählichen Abbau von Überkapazitäten in mehreren Branchen.

Ein reflationäres Umfeld, also steigende Preise bei zugleich stabilisierender Konjunktur, wird an den Kapitalmärkten häufig als Auslöser für eine Neubewertung betrachtet. Wachsende Umsätze stärken nicht nur das Ergebnis je Aktie, sondern verbessern auch die Perspektiven für künftige Erträge. Laut UBS könnte eine solche Dynamik dem MSCI China Index deutlichen Auftrieb verleihen.

"Die potenzielle Kursreaktion ist eher nach oben gerichtet, da die Erwartungen an eine Reflation niedrig sind und inflationssensitive Aktien bislang untergewichtet sind", schrieben die Strategen um James Wang in einer Mitteilung. Besonders Konsumwerte könnten dabei zu den ersten Profiteuren gehören.

Schwächephase eröffnet Einstiegschancen

Der MSCI China Index büßte zuletzt spürbar an Wert ein und machte damit die zuvor erzielten Jahresgewinne wieder zunichte. Während zahlreiche asiatische und internationale Leitindizes ihre Aufwärtsbewegung fortsetzten, blieb der chinesische Markt hinter der globalen Entwicklung zurück und zeigte sich vergleichsweise anfällig.

Makrodaten senden vorsichtige Erholungssignale

Auch auf der makroökonomischen Ebene mehren sich laut UBS die Anzeichen für eine Trendwende. Der chinesische Erzeugerpreisindex, der lange Zeit tief im negativen Bereich lag, hat sich zuletzt stabilisiert.

Parallel dazu zeigen Unternehmenskennzahlen erste Verbesserungen bei der Profitabilität. Zudem sind die Anleiherenditen moderat gestiegen.

Abwärtsrisiken bleiben präsent

Trotz des konstruktiven Grundtons betonen die Strategen auch die Risiken. Sollte es Unternehmen nicht gelingen, gestiegene Kosten aufgrund schwacher Nachfrage weiterzugeben, drohten sinkende Gewinnerwartungen. In diesem Fall könnte der chinesische Aktienmarkt nachgeben.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


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