Türkischer Experte fordert stärkere Prävention gegen Waldbrände

dpa-AFX  | 
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Istanbul (Türkei).
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ISTANBUL (dpa-AFX) - Bricht ein Waldbrand aus, ist jede Minute kostbar. Dozent Dr. Cihan Erdönmez von der Universität Istanbul erklärt in einem Interview mit der türkischen Moderatorin Nevsin Mengü, auf welche Faktoren vor allem bei der Prävention geachtet werden muss und benennt Ursachen für Waldbrände in der Türkei. Ein Viertel der verbrannten Fläche sei durch unzureichend gewartete Stromleitungen entzündet worden, die den Strom zwischen den Ortschaften leiten. Der Klimawandel, der für heißere und windige Sommer sorgt, sei nicht die alleinige Ursache für die Brände. Erdönmez sagte, ein wichtiger Schritt für die Reduzierung der Feuer sei die dringende Verpflichtung privater Energieversorger zur ordnungsgemäßen Wartung von Stromleitungen.

Er fordert, dass der Fokus dringend von der "Heldentat des Löschens" hin zu präventiven Maßnahmen verlagert werden müsse. "Brände beginnen am Boden und müssen dort gelöscht werden", erklärt der Experte. Während viel über Flugzeuge und Hubschrauber gesprochen werde, müsse man sehr genau planen, wie die Bodenteams eingesetzt werden. "Dort liegt der eigentliche Erfolg oder Misserfolg."

In der Türkei kämpft die Feuerwehr seit Beginn der Woche mit mehr als 200 Bränden, wie der Forstminister Ibrahim Yumakli mitteilte. Ein Großteil davon sei zwar unter Kontrolle, doch starke Winde und extrem trockene, heiße Luft erschweren die Löscharbeiten. Neben der Feuerwehr sind auch viele freiwillige Helfer im Einsatz./shu/DP/zb



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