ISTANBUL (dpa-AFX) - Die Türkei und Nordzypern haben eine Absichtserklärung zum Bau einer Unterwasser-Erdgaspipeline unterzeichnet. Türkische Regierungsvertreter hoffen, dass dieses Projekt die Energiesicherheit des Gebiets stärken wird. Die geplante Pipeline soll sich über eine Länge von 97 Kilometern unter dem Mittelmeer erstrecken und nach Angaben des türkischen Staatssenders "TRT" im Jahr 2028 in Betrieb genommen werden.
Für dich zusammengefasst:
Türkei und Nordzypern unterzeichnen Pipeline-Abkommen.
Die Pipeline soll 97 Kilometer lang sein und 2028 starten.
Die Türkei versorgt das Gebiet im Norden der Mittelmeerinsel, der nur von Ankara als Türkische Republik Nordzypern anerkannt wird, bereits über eine Unterwasserpipeline mit Wasser.
Der türkische Vizepräsident Cevdet Y?lmaz unterzeichnete das Abkommen während eines Besuchs in Nordzypern und bezeichnete das Projekt als "historische" Initiative. Energieminister Alparslan Bayraktar, der Y?lmaz begleitete, erklärte auf der Plattform X, die Türkei betrachte die Energiesicherheit Nordzyperns als "untrennbaren Teil" ihrer eigenen.
"TRT" berichtete, die Pipeline könne auch zum Transport von Erdgas in die Türkei genutzt werden, falls in Zukunft im östlichen Mittelmeer wirtschaftlich nutzbare Vorkommen entdeckt würden.
Zypern ist nach einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention 1974 de facto geteilt. Der Norden ist bis heute von türkischen Truppen besetzt./lig/DP/he
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