Im Mittelpunkt steht eine Untersuchung unter der Leitung des demokratischen Senators Richard Blumenthal, die den Einsatz von Kryptowährungen innerhalb des iranischen Finanzsystems beleuchtet. Die Ermittler untersuchten 846 Wallet-Adressen, die von amerikanischen oder israelischen Behörden sanktioniert worden waren. Bei 84 Prozent dieser Adressen fanden sich Transaktionen mit USDT. Der Bericht wirft Tether außerdem vor, verdächtige Wallets in früheren Jahren nicht konsequent genug gesperrt zu haben.
Ardoino hält die Schlussfolgerungen der Senatoren für unvollständig und verweist auf die Zusammenarbeit mit internationalen Behörden. Nach seinen Angaben hat Tether seit 2023 verdächtige Wallet-Adressen durchschnittlich vier Wochen vor ihrer offiziellen Sanktionierung eingefroren. In 99 Prozent der von ihm genannten Fälle seien die betroffenen Adressen zudem gesperrt worden, bevor das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis sie entsprechend gekennzeichnet habe.
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Diese Maßnahmen hätten laut dem Tether-Chef dazu beigetragen, dass das Stablecoin-Transaktionsvolumen mit Iran-Bezug um 94 Prozent zurückgegangen sei. Ardoino kritisierte außerdem, dass die Untersuchung zunächst an Medien weitergegeben worden sei, bevor sein Unternehmen die Gelegenheit erhalten habe, die Ergebnisse zu prüfen und darauf zu reagieren.
Bei seinem Auftritt auf der DC Fintech Week in Washington verteidigte Ardoino erneut das Vorgehen des Unternehmens: Ziel sei es, kriminelle Akteure von der Nutzung des USDT-Stablecoins auszuschließen. Allerdings räumte er ein, dass diese Bemühungen noch nicht abgeschlossen seien und gesperrte Akteure auf andere Zahlungsmittel ausweichen könnten, auf die Tether und amerikanische Behörden keinen direkten Einfluss hätten.
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