- Asiatische Börsen verzeichnen massive Kursverluste.
- SK Hynix verliert 10,34 Prozent, Samsung 8,18 Prozent.
- KOSPI stürzt um 6 Prozent, Handelsunterbrechung folgt.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Pascal Grunow An den asiatischen Börsen kommt es zuletzt zu massiven Kursverlusten. Besonders hart trifft es Unternehmen aus der Halbleiterbranche und dem Bereich Künstliche Intelligenz. Der Ausverkauf an der Wall Street vom Vortag greift damit auf die asiatischen Märkte über.
Die Aktie des südkoreanischen Speicherchipherstellers SK Hynix verlor 10,34 Prozent. Samsung Electronics büßte 8,18 Prozent ein. Auch den japanischen Technologieinvestor SoftBank trifft es, dessen Aktien um 8,06 Prozent einbrechen. Auch die Halbleiterausrüster Tokyo Electron und Advantest geraten unter Verkaufsdruck.
Der südkoreanische Leitindex KOSPI stürzt um 6 Prozent ab. Der Kursrutsch löst sogar eine fünfminütige Unterbrechung des computergestützten Handels aus.
Chinas Chip-Fortschritte schüren neue Sorgen
Ein wesentlicher Auslöser des Ausverkaufs sind Berichte über technologische Fortschritte des chinesischen Speicherchipherstellers ChangXin Memory Technologies (CXMT). Das Unternehmen könnte den technologischen Rückstand gegenüber etablierten Wettbewerbern schneller aufholen als bislang erwartet.
Damit wächst die Sorge, dass chinesische Hersteller künftig einen größeren Anteil am weltweiten Speicherchipmarkt erobern könnten. Für Unternehmen wie SK Hynix, Samsung und Micron würde ein intensiverer Wettbewerb möglicherweise sinkende Margen und geringere Gewinne bedeuten.
Steigende Ölpreise verschärfen den Ausverkauf
Zusätzliche Belastung kommt von den Energiemärkten. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und die fragile Energie-Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine treiben die Unsicherheit an.
Die Nordseesorte Brent notiert bei 105,48 US-Dollar je Barrel und damit nahe des Zweiwochenhoch.
Steigende Energiepreise könnten die Inflation erneut anheizen und die Aussicht auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank verschlechtern. Besonders hoch bewertete Wachstums- und Technologieaktien reagieren empfindlich auf steigende Finanzierungskosten.
Die angespannte Stimmung zeigt sich auch an den Devisenmärkten. Der US-Dollar bewegt sich nahe seinem höchsten Stand seit 18 Monaten.
Inflationsdaten werden zum nächsten Test
Besondere Aufmerksamkeit gilt nun den US-Inflationsdaten am Mittwoch. Sie könnten entscheidend dafür sein, wie die Federal Reserve ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten ausrichtet.
Laut dem CME FedWatch Tool rechnen inzwischen 80,6 Prozent der Marktteilnehmer damit, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung unverändert lässt. Vor einem Monat lag diese Wahrscheinlichkeit noch bei 51 Prozent.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.