- Die Spree hat künftig weniger Wasser im Flussbett.
- Mit dem Kohle-Aus droht dem Fluss das Wasser auszugehen.
- NABU fordert naturnahe Lösungen zur Wasserbewirtschaftung.
- Energiekrise als Kurstreiber:
Diese 5 Aktien könnten durchstarten (hier klicken)
Der Mensch muss lernen, sich wieder anzupassen
Die Renaturierung etwa durch Verkleinerung des Gewässerquerschnitts und die Wiederanbindung von Auen biete eine nachhaltige Alternative, hieß es. Die Auflassung künstlicher Gräben im Spreewald und ein vorübergehendes Trockenfallen von Gewässerabschnitten im Sommer seien unausweichlich. "Für die Natur sind diese, auch in der Vergangenheit schon vorgekommenen Phänomene weitaus weniger dramatisch als oftmals behauptet. In erster Linie muss der Mensch lernen, sich wieder an naturnähere Verhältnisse als in den letzten 150 Jahren anzupassen", so der Brandenburger NABU-Chef Björn Ellner.
Mit dem Kohle-Aus wird der Spree der Wasserhahn abgedreht
Die NABU-Landesverbände verwiesen darauf, dass mit dem Ende des Braunkohleabbaus in der Lausitz dem Fluss das Wasser auszugehen droht. Um die Wasserstände auszugleichen, wird die Spree seit Jahrzehnten mit dem sogenannten Sümpfungswasser aus dem Kohleabbau gespeist. Sowohl der Spreewald als auch Berlin hätten sich an die künstlich gesteigerten Wassermengen gewöhnt, hieß es. "Mit dem Kohle-Aus wird der Spree der Wasserhahn zugedreht", stellte der Berliner NABU-Chef Rainer Altenkamp klar. Der Klimawandel werde die Situation weiter verschärfen.
NABU fordert natürliche statt technische Lösungen
Die NABU-Verbände appellierten daher an die Regierungen der betroffenen Bundesländer, die Folgen des Braunkohleabbaus nicht mit Technik zu kompensieren, sondern im gesamten Flussverlauf "naturbasierte" Lösungen umzusetzen und den Wasserrückhalt in der Fläche zu verbessern. "Eine nachhaltige Wasserpolitik muss die Einzugsgebiete der Flüsse insgesamt betrachten und darf Wasserprobleme nicht lediglich von einer Region in eine andere verlagern", mahnte Maria Vlaic, NABU-Vorsitzende in Sachsen.
Überleiter aus der Elbe in der Kritik
Um den drohenden Wassermangel auszugleichen, wird seit längerem über eine Wasserüberleitung aus der Elbe in die Spree diskutiert. Das Vorhaben ist aber stark umstritten - nicht nur wegen der damit verbundenen Kosten. Auch die Elbe hat - wie sich in diesem Sommer deutlich zeigte - mit Niedrigwasser zu kämpfen. "Technische Lösungen wie Überleitungen sind reine Symptombehandlung und setzen nicht an der Ursache des Problems an", so Björn Ellner. Damit gingen enorme Eingriffe in Natur und Landschaft einher./jos/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.