So schlägt Lilly Novo

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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Novo stürzt an der Börse ab, trotz milliardenschwerer Wachstumspläne bis 2035. Der Grund: Ein Patent-Ablauf, der das Geschäftsmodell bedroht, und ein übermächtiger Rivale namens Eli Lilly.
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Die Aktien von Novo, dem früheren Novo Nordisk, sind am Montag zeitweise um sieben Prozent eingebrochen, nachdem der dänische Pharmakonzern beim Capital Markets Day in London neue Wachstumsziele vorgestellt hatte. Bis 2030 sollen mehr als fünf Medikamente mit Multi-Blockbuster-Potenzial auf den Markt kommen, bis 2035 soll die Produktpipeline einen Umsatz von mehr als 150 Milliarden dänischen Kronen erzielen, umgerechnet rund 23 Milliarden US-Dollar.

Per Hansen, Sparökonom bei Nordnet, brachte die Enttäuschung gegenüber CNBC auf den Punkt: "Die Investoren hatten auf ein 'Wunder' in Form eines Projekts gehofft, das die Entwicklung kurzfristig umkehren könnte. Aus offensichtlichen Gründen gibt es dieses Wunder nicht."

Konzernchef Mike Doustdar sprach offen den "Elefanten im Raum" an: Der Wirkstoff Semaglutid, enthalten in Wegovy und Ozempic, verliert in den USA, auf die mehr als die Hälfte des Umsatzes entfällt, im Jahr 2032 seine Patentexklusivität. Fast jedes zweite Pharmaunternehmen dränge inzwischen in den von Novo geschaffenen Markt, doch wolle der Konzern nach Ablauf des Patentschutzes größer und diversifizierter dastehen als heute, so Doustdar.

Wie groß der Vertrauensverlust bereits ist, zeigt der Kursvergleich der vergangenen zwölf Monate: Während Novo 27 Prozent verlor, legte Konkurrent Eli Lilly um 52 Prozent zu. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa elf wird Novo deutlich niedriger bewertet als Lilly mit knapp 39.

Werte aus dem Artikel:
Eli Lilly and Aktie 1.014,6 € -0,14%
Novo-Nordisk Aktie 34,69 € -0,32%

Lilly sicherte sich mit Mounjaro und Zepbound zudem den Großteil des Marktes für injizierbare GLP-1-Medikamente. Erst vergangene Woche hatte sich der Konzern von Novo Nordisk in Novo umbenannt, was Doustdar als Teil derselben Strategie gegen den Wettbewerbsdruck durch Lilly bezeichnete.


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