SEC prüft potenzielle Insidergeschäfte bei Krypto-Treasury-Unternehmen
Die US-Börsenaufsicht SEC und die Finanzaufsicht Finra untersuchen auffällige Handelsmuster rund um Firmen, die ihre Unternehmensstrategie auf Krypto-Treasury ausrichten. Dabei geht es um Kursanstiege und Handelsvolumen vor offiziellen Ankündigungen.
Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) und die Financial Industry Regulatory Authority (Finra) haben in den vergangenen Wochen Gespräche mit mehreren börsennotierten Unternehmen geführt, die in diesem Jahr einen Krypto-Treasury-Ansatz angekündigt haben.
Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen stehen dabei auffällige Handelsmuster im Fokus. Das berichtet das Wall Street Journal.
Demnach sei es bei mehr als zweihundert Unternehmen, die seit Jahresbeginn eine Umstellung auf den Erwerb von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Teil ihrer Unternehmensstrategie verkündeten, im Vorfeld zu ungewöhnlich hohen Handelsvolumina und deutlichen Kurssteigerungen gekommen.
In Schreiben und Gesprächen wiesen die Behörden die betroffenen Firmen auf mögliche Verstöße gegen Regulation Fair Disclosure hin. Diese Vorschrift untersagt es börsennotierten Gesellschaften, wesentliche, nicht öffentliche Informationen selektiv an Investoren, Analysten oder andere Marktteilnehmer weiterzugeben, die auf Grundlage dieser Daten handeln könnten. Mit anderen Worten: Insidertrading.
Laut Juristen markieren Finra-Anfragen häufig den Auftakt zu tiefergehenden Untersuchungen möglicher Insidergeschäfte.
“Wenn solche Schreiben verschickt werden, bringt das die Dinge in Bewegung. Es ist in der Regel der erste Schritt in einem Ermittlungsverfahren”, sagte David Chase, ehemaliger SEC-Anwalt und heute auf SEC-Verteidigung spezialisierter Jurist.
Ob die Aufsichtsbehörden bereits konkrete Durchsetzungsmaßnahmen gegen einzelne Unternehmen oder Investoren prüfen, ist bislang nicht bekannt.
Nach Angaben des Beratungsunternehmens Architect Partners haben seit Jahresbeginn 212 Unternehmen angekündigt, über Aktien- und Anleiheverkäufe rund 102 Milliarden US-Dollar einzusammeln, um diese Mittel in Kryptowährungen zu investieren.
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