- Swissmem berichtet von einem Rückgang der Aufträge um 13,4%
- 31% der Firmen planen, Geschäfte in die EU zu verlegen.
- Die US-Exporte sanken im zweiten Quartal um 3,1%.
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"Wir befinden uns in einem gefährlichen Abwärtsstrudel, dessen Sogwirkung durch die US-Zölle nun noch verstärkt wird", sagt Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher.
Geschäftsverlagerung in die EU möglich
Angesichts des schwierigen Geschäftsumfeldes will nach einer Umfrage des Verbandes unter 1.400 Mitgliedsfirmen fast ein Drittel (31 Prozent) Geschäfte in die EU verlegen. Die Umfrage fand am 7. August statt, als die hohen neuen US-Zölle in Kraft traten.
Für die Schweiz haben die USA einen der höchsten Importzollsätze verhängt: 39 Prozent. Der US-Zoll auf Konkurrenzprodukte aus Deutschland und anderen EU-Ländern liegt bei 15 Prozent. Der Verband fürchtet EU-Schutzmaßnahmen gegen Billigimporte aus Drittländern - wozu auch die Schweiz zählen könnte. Er drängt die Regierung, engere Beziehungen zur EU zügig umzusetzen.
Die US-Exporte seien im ersten Quartal im Vergleich zur Vorjahresperiode noch um 5,3 Prozent gestiegen, im zweiten dann, als die Zölle bereits angedroht waren, um 3,1 Prozent zurückgegangen.
China-Geschäft besonders schwierig
Dass die Güterexporte im ersten Halbjahr insgesamt um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgingen, liege vor allem an dem schlechten Ergebnis in Asien (minus 16,8 Prozent), so der Verband. Der Industrie mache auch der starke Schweizer Franken zu schaffen. Der Verband verlangte Maßnahmen der Regierung, um Arbeitsplätze zu retten, wie er mitteilte.
Der Verband vertritt die Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie sowie verwandte Technologiebranchen. Dazu gehören Schwergewichte wie Schindler, Stadler und Pilatus, aber auch viele kleine und mittelständische Unternehmen. Die Branche beschäftigte im zweiten Quartal rund 325.000 Personen./oe/DP/mis
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