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Schwarzarbeit auf der Gamescom? Zöllner werden fündig

KÖLN (dpa-AFX) - Im Kampf gegen Schwarzarbeit hat sich der Zoll das Sicherheitspersonal der Gamescom vorgeknöpft. Am ersten Tag der größten Computerspiel-Messe rückten etwa 60 Einsatzkräfte an und kontrollierten zeitgleich alle Zugänge der Veranstaltung, wie das Hauptzollamt Köln mitteilte. An den Zugängen waren die Sicherheitsleute eingesetzt. Auch in den Hallen und auf Freiflächen, wo ebenfalls Security ist, kam es zu Überprüfungen.

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Für dich zusammengefasst:
  • Der Zoll kontrollierte am ersten Tag der Gamescom etwa 150 Sicherheitskräfte auf Hinweise zu Schwarzarbeit.
  • Bei rund 50 der kontrollierten Sicherheitsleute gab es Anzeichen, dass sie nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung gemeldet waren.
  • Drei Sicherheitsleute erhielten Berichten zufolge nicht einmal den Mindestlohn für ihre Arbeit.
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Hinweis

Es seien knapp 150 Beschäftigte von zahlreichen Sicherheitsfirmen kontrolliert worden. Bei etwa 50 von ihnen gebe es erste Hinweise auf Schwarzarbeit - ihr Arbeitgeber habe sie wohl nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung gemeldet, so der Zoll. Schlechte Bezahlung war ebenfalls ein Thema, ersten Erkenntnissen zufolge bekamen drei der Sicherheitsleute nicht mal Mindestlohn.

Einige Beschäftigte kannten von ihrem Arbeitgeber nur den Vornamen und konnten nicht sagen, für welche Firma sie eigentlich arbeiten. "Das ist ein uns bekanntes Problem, welches durch die nicht leicht zu durchschauenden Subunternehmen-Geflechte in der Sicherheitsbranche entsteht", sagt Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamts Köln.

Die Koelnmesse als Veranstalter der Gamescom begrüßte die Zollkontrollen. "Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Qualität unserer Servicepartner, zumal wir aus rechtlichen Gründen nicht die Kontrollmöglichkeiten des Zolls haben", sagte eine Messesprecherin. Die Vorwürfe des Zolls nehme man ernst. Man werde alle relevanten Informationen sorgfältig prüfen und davon abhängig machen, ob man weitere Maßnahmen gegen die Dienstleister einleiten. "Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hatte und hat für uns stets oberste Priorität."/wdw/DP/nas


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