Der Bulle vor der Börse in Frankfurt am Main.
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Schwacher DAX, starker Nasdaq: Warnsignal für Europa? | Livetrading


Aufzeichnung des heutigen Webinars:

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Das zweite Livetrading in dieser Woche blickt etwas besorgt auf den angeschlagenen DAX, der bereits am Vortag die US-Bewegung nur "halbherzig" nachvollzog. Daher sprachen wir zunächst über den Hintergrund dieser Entwicklung und damit eine Abkopplung von der Wall Street. Sie war auch am Morgen deutlich zu sehen, denn der Nasdaq vollzog bereits 0,9 Prozent Aufschlag, während der DAX mit seiner runden 24.900er-Marke zu kämpfen hat. Diese Marke brach und löste einen Abwärtstrend aus, auf den wir gleich näher eingehen.

Ein Verfall des US-Dollars, der vor allem gegen den Yen aber auch den Euro deutlich zu sehen ist, macht US-Aktien momentan attraktiv. Denn sollte dieser aktuelle Trend umkehren, sind auch ohne Kurssteigerungen die US-Aktien wieder im Vermögen stärker gewichtet. Zudem sehen wir sehr starke Umschichtungen beim Kapital in den Rohstoffsektor. Gold und Silber setzen ihre Rekordfahrt weiter fort und stehen auch heute wieder auf der Plusseite. Alleine seit Dezember hat sich der Silberpreis mehr als verdoppelt und Gold konnte etwa 1.000 US-Dollar seit Weihnachten zulegen. Mit einem Euro-Dollar von 1.20 und anstehenden US-Import Zöllen auf Waren aus Deutschland sinkt das Interesse an Aktien aus Europa und speziell Deutschland im internationalen Kontext. Genau dies sahen wir heute, trotz der starken Quartalszahlen des Europa-Schwergewichts am Aktienmarkt, der ASML Aktie. Volle Auftragsbücher und ein weiter steigender Umsatz waren die Treiber im Hightech-Segment, der jedoch nicht auf den Gesamtmarkt umschlug.

Nach der DAX-Eröffnung schaute ich daher im Bereich der Vortagestiefs nach einer antizyklischen Chance, doch wieder steigende Notierungen sozusagen als Gegenbewegung auf die Verluste zu generieren. Dies misslang und der Index wurde erst einmal weiter bis rund 24.800 Punkte sinngemäß "durchgereicht". Erst eine Stabilisierung und eine nachgezogene Stopp-Buy-Order oberhalb der Abwärtstrendlinie brachte einen technisch zu rechtfertigenden Einstieg mit sich. Die Position lief direkt in den Gewinn, verharrte dann aber über die 10.00 Uhr Schwelle hinweg. Das Ziel war ein Pullback und damit Rücklauf an die Tiefs des Vortages. Genau dort kam der Markt im Anschluss an das Webinar und löste damit den anvisierten Take Profit aus.

Im weiteren Verlauf ist haute die Fed-Sitzung in den USA der größte Impuls. Auch wenn US-Präsident Trump vorab eine Rede hält, düfte das Augenmerk des Marktes auf den Äu0erungen von Jerome Powell lasten. Eine Zinssnekung wird nicht erwartet und ist nach den starken Wirtschaftsdaten der Vorwoche auch nicht zu rechtfertigen, seine Aussagen zum schwachen US-Dollar und wie die Notenbank diesen ggf. stützen kann, wird jedoch im Fokus des Abends stehen. Ab 20.00 Uhr mit der Entscheidung bzw. 20.30 Uhr mit der Pressekonferenz gilt daher der Fokus. Nach dem Wall Street Schluss melden noch Tesla, Meta und Microsoft ihre Quartalszahlen. Auch dies wird mit Spannung erwartet.

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