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Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen

HANNOVER (dpa-AFX) - Die schwache Wirtschaftslage lässt den Rohstoffbedarf der deutschen Industrie immer weiter sinken. Im vergangenen Jahr gingen sowohl die Produktion im Inland als auch der Import von Rohstoffen erneut zurück, wie die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover berichtet. Die Inlandsförderung mineralischer Rohstoffe erreichte mit 475 Millionen Tonnen sogar einen neuen Tiefststand. Im bereits schwachen Vorjahr waren es 534 Millionen Tonnen gewesen.

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"Die Ursachen für den rückläufigen Bedarf an heimischen mineralischen Rohstoffen und ihren nachgelagerten Produkten liegen in der anhaltenden konjunkturellen Schwäche", sagte BGR-Vizepräsident Volker Steinbach. "Hohe Zinsen, eine anhaltende Inflation sowie erhöhte Energie- und Transportkosten belasten die heimische Industrie und führten insgesamt zu einer geringeren Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen."

Weniger Kohl, Öl (Rohöl) und Gas eingeführt

Innerhalb von fünf Jahren sei die inländische Rohstoffproduktion um rund ein Drittel geschrumpft. Auch die Menge der Importe ging zurück und lag mit 288 Millionen Tonnen noch einmal 2,8 Prozent unter dem bereits schwachen Vorjahreswert. Vor allem Energierohstoffe wie Kohle, Öl und Gas wurden weniger importiert. Die Einfuhren von Metallen und Nichtmetallen legten dagegen im Vergleich zu 2023 sogar leicht zu.

Wichtigste inländische Rohstoffe sind mengenmäßig weiter Sand, Kies und gebrochene Natursteine mit 211 Millionen Tonnen. Das war aber gut ein Viertel weniger als noch 2020. Rückläufig ist auch die Förderung von Energierohstoffen: Braunkohle lag mit knapp 92 Millionen Tonnen rund 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Erdgasförderung schrumpfte im Vergleich zu 2023 um knapp vier Prozent auf noch 4,7 Milliarden Kubikmeter./fjo/DP/zb

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