NUTHETAL/BERLIN (dpa-AFX) - Der frühere SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz geht von Zugeständnissen der Linken bei den geplanten Gesprächen in Berlin über eine mögliche rot-grün-rote Koalition aus. "In Berlin wird gesprochen, zunächst sondiert. Das ist vorgesehen", sagte Scholz bei einem Bürgergespräch am Freitagabend in Nuthetal in Brandenburg. Dabei seien Themen genannt worden, um die es gehen werde und wo die SPD ihre Ansichten klargelegt habe.
Für dich zusammengefasst:
Olaf Scholz erwartet Zugeständnisse der Linken in Gesprächen.
Die Linke will Sondierungsgespräche mit Grünen und SPD führen.
SPD ist bereit für Gespräche mit Linken sowie der CDU.
"Dann wird verhandelt und ich kann das hier gar nicht alles vorhersehen, was dabei rauskommt", sagte Scholz. "Auch welche Veränderungen die Linke für sich akzeptiert. Das wird sie müssen."
Linke will mit Grünen und SPD sprechen
Die Berliner Linke hatte nach ihrem Sieg bei der Abgeordnetenhauswahl auf einem Parteitag beschlossen, Grüne und SPD zu Sondierungsgesprächen einzuladen. Dabei soll geprüft werden, ob Voraussetzungen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen gegeben sind. Der Berliner Landesverband war unter anderem wegen umstrittener Positionen von Teilen der Partei zu Nahostkonflikt und Antisemitismus in die Kritik geraten.
Möglich ist rechnerisch auch eine Koalition von CDU, Grünen und SPD. Die Berliner SPD ist nach Angaben ihres Vorsitzenden Steffen Krach grundsätzlich bereit zu Sondierungsgesprächen mit der Linken wie auch mit der CDU. SPD-Landesvizechefin Cansel Kiziltepe, die dem linken Flügel angehört, hatte sich für Koalitionsverhandlungen ihrer Partei mit der Linken und den Grünen ausgesprochen. Die SPD war bei der Wahl nur auf dem fünften Platz gelandet./vr/DP/zb
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