Ingenieur mit einem Hintergrund der Wasserstofffabrik (Symbolbild)
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Schneider: Brauchen Wasserstoff aus Saudi-Arabien

RIAD (dpa-AFX) - Bundesumweltminister Carsten Schneider hofft auf klimafreundlich produzierten Wasserstoff aus Saudi-Arabien. "Die wollen wissen, ob es weiterhin die Perspektive gibt, dass Deutschland ein Abnehmer von klimafreundlich produziertem Wasserstoff ist", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Rande seines Besuchs in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. "Ich sage, wir brauchen diese Zusammenarbeit, um unsere Industrie in Deutschland klimaneutral aufzustellen."

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Eine Absichtserklärung gibt es

Die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP hatte große Hoffnungen auf Wasserstoff als Energieträger der Zukunft gesetzt. Eine Abkehr von dieser Politik gibt es nicht, allerdings betont Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Wasserstoff sei derzeit nicht in ausreichendem Maß verfügbar und noch zu teuer.

In Ländern wie Saudi-Arabien, wo optimale Bedingungen für Solaranlagen herrschen, ließe sich Wasserstoff klimafreundlich erzeugen. Eine Absichtserklärung zwischen dem bundeseigenen Energieunternehmen Sefe und dem saudischen Unternehmen ACWA Power gibt es bereits seit knapp einem Jahr. Es sieht die Lieferung von jährlich 200.000 Tonnen grünen, also klimaneutral erzeugten, Wasserstoffs von 2030 an vor.

In einem klimaneutralen Wirtschaftssystem soll Wasserstoff neben klimaneutral erzeugtem Strom die Hauptrolle spielen. CO2-neutral erzeugt soll das Gas etwa in neuen Gaskraftwerken Strom erzeugen, wenn nicht genug Wind- und Sonnenstrom da ist. In Hochöfen zur Stahlherstellung soll Wasserstoff anstelle von Koks zum Einsatz kommen und so riesige Mengen Kohlendioxid vermeiden.

Saudi-Arabien als Verbündeter beim Thema Plastik?

Auch im Bemühen um ein weltweites Plastik-Abkommen hofft Schneider auf Saudi-Arabien. Rohöl ist ein wichtiger Bestandteil des Kunststoffs, der weltweit die Umwelt verschmutzt. "Wir müssen gemeinsam weltweite Lösungen finden gegen die Plastikflut. Wir werden nicht gleich perfekte Lösungen finden, aber wichtig ist, dass wir irgendwo anfangen."

Deutschland wolle den Einsatz von Plastik insgesamt reduzieren, in Saudi-Arabien könne der Schwerpunkt auf höherwertigem Material liegen, meint Schneider. "Ein großes Problem ist heute, dass Plastik so lange in der Umwelt bleibt. Es gibt Alternativen, das sollten Deutschland und die EU nutzen. Aber vor allem müssen wir weniger verbrauchen und mehr recyceln."/hrz/DP/jha

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