DORTMUND (dpa-AFX) - Der Frust bei den Verantwortlichen von Borussia Dortmund (Borussia Dortmund Aktie) war nach dem Last-Minute-Punkteverlust gegen Werder Bremen groß. Dass ausgerechnet Ex-Borusse Niclas Füllkrug beim 2:2 (0:0) für den späten Ausgleich der Gäste sorgte, passte zu dem gebrauchten Dortmunder Neustart nach der knapp dreiwöchigen Länderspielpause.
Für dich zusammengefasst:
Dortmund spielt 2:2 gegen Werder Bremen nach 2:0-Führung.
Niclas Füllkrug erzielt den Ausgleich in der Nachspielzeit.
Der BVB muss im Oktober sechsmal reisen, darunter Norwegen.
"Wenn du 2:0 führst zu Hause, bis zur 88. Minute alles richtig machst, den Gegner dir richtig zurechtlegst, viele Chancen auch in der zweiten Halbzeit dir erspielst und dann durch zwei klar vermeidbare Fehler dem Gegner im Grunde genommen wieder das Leben einhauchst, dann bist du natürlich enttäuscht, ganz klar", sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac nach der Partie.
Trotz zweier später Tore durch Daniel Svensson (80. Minute) und Nico Schlotterbeck (85.) ließen die Dortmunder die Norddeutschen vor ausverkaufter heimischer Kulisse am Freitagabend noch einmal zurück ins Spiel kommen. Der Anschlusstreffer von Ludovit Reis (88.) und eben das Tor von Füllkrug (90 +2.) in der Nachspielzeit schockten den BVB spät.
Kovac: "Kein Drama machen"
Auch Torschütze Schlotterbeck, der nach seiner Verletzung bei der Nationalmannschaft von Beginn an spielen konnte, zeigte sich nach den späten Bremer Treffern unzufrieden. "Wir waren 88 Minuten in der gegnerischen Hälfte, haben dann auch zwei Tore gemacht. Das muss dann reichen, hat aber heute nicht gereicht", resümierte der Innenverteidiger. "Ich hätte einfach gerne das 2:0 genommen und dann wären wir hier mit 15 Punkten rausgegangen."
Die Mannschaft von Trainer Kovac hat sich nach der knapp dreiwöchigen Länderspielpause von Beginn an sichtlich schwergetan, wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. In der ersten Halbzeit gelang es den Dortmundern lange kaum, Torchancen gegen die tiefstehenden Bremer zu kreieren. Von einem Rückschlag nach dem Saisonstart ohne Punktverlust möchte der Dortmunder Cheftrainer trotz des frustrierenden Ergebnisses aber nichts wissen.
"Wir werden daraus jetzt kein Drama machen", sagte Kovac nach der Partie. "lch lasse mir da auch nichts einreden, weil wir heute 88 Minuten den Gegner dominiert und hinten reingedrängt haben. Dass mal ein Freistoß reingehen kann, wissen wir." Viel Zeit, sich mit dem Unentschieden gegen Werder zu befassen, wird den Dortmundern ohnehin nicht bleiben. Das Traditionsduell gegen die Bremer war für den BVB nur der Auftakt in anstrengende Wochen mit viel Reisestress.
Weite Reise nach Norwegen steht an
Alleine im Oktober stehen für die Schwarz-Gelben noch sechs weitere Partien in der Champions League, dem DFB-Pokal und der Bundesliga auf dem Programm. In der Königsklasse muss der BVB unter anderem nach Norwegen und Aserbaidschan reisen. Laut "WAZ" umfasst das Reiseprogramm der Dortmunder in den kommenden Tagen rund 11.000 Kilometer. In der Bundesliga steht Ende Oktober auch noch das Spitzenspiel gegen den FC Bayern München auf dem Programm.
Den Auftakt in die vier englischen Wochen am Stück machen die Dortmunder dann am kommenden Mittwoch in der Königsklasse am nördlichen Polarkreis beim norwegischen Team Bodö/Glimt (21.00 Uhr/ DAZN). In wenigen Wochen besteht auch direkt die Chance zur Revanche gegen Werder. Ende Oktober empfängt der BVB die Bremer in der zweiten Runde des DFB-Pokals./dha/DP/zb
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