- Der Körber-Chef sieht das deutsche Exportmodell bedroht.
- Körber arbeitet mit Firmen im Ausland für Technologien.
- Das Unternehmen hat rund 13.000 Mitarbeiter weltweit.
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Unter dem deutschen Exportmodell wird gemeinhin eine Wachstumsstrategie verstanden, die auf der Ausfuhr hochwertiger Güter fußt. Seifert nannte die Stichwörter "Innovationsführerschaft, Erfinderreichtum und Unternehmertum".
"Das Geschäftsmodell Deutschland muss sich neu erfinden", sagte Seifert weiter. Wichtig sei, Zugriff auf führende Technologien des 21. Jahrhunderts wie Künstliche Intelligenz zu bekommen. Dazu rät der Vorstandsvorsitzende zu Partnerschaften mit Firmen im Ausland - besonders den USA und Asien. Der Technologiekonzern Siemens (Siemens Aktie)
Körber arbeitet den Angaben nach mit Firmen im Ausland zusammen und kauft zu, um Zugang zu Technologien und Märkten zu erhalten.
Wettbewerb aus China setzt Mittelstand zu
| Strategie | Hebel | |||
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Call
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5
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10
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20
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Put
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5
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Dem Mittelstand - Seifert zählt Körber dazu - setze vor allem Wettbewerb aus China zu. Seifert sagte: "Der Wettbewerb wird jeden Tag sichtbarer, virulenter." Deutschland verliere jeden Tag an relativer Wettbewerbsfähigkeit.
Der Begriff Mittelstand ist nicht einheitlich definiert: Die Förderbank KfW versteht darunter etwa Unternehmen mit nicht mehr als 500 Beschäftigten und 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Andere definieren den Begriff über die Eigentümerstruktur. Körber etwa ist ein Stiftungsunternehmen, das einen Teil seines Gewinns an die gemeinnützige Körber-Stiftung abgibt.
Erwartungen an Regierung haben sich nicht erfüllt
Von der schwarz-roten Bundesregierung zeigte sich Seifert enttäuscht. "Ich war sehr hoffnungsvoll am Tag nach der Bundestagswahl. Heute muss ich sagen, dass viele Ankündigungen nicht umgesetzt worden sind."
Von der Regierung erwartet Seifert mehr Konstanz. Die geplante Teil-Abkehr der EU-Kommission vom sogenannten Verbrenner-Aus - die Bundesregierung unterstützt den Kurs der Kommission - nannte er als Beispiel. Investitionen in neue Technologien wie Batteriezellen werde das nicht stärken. In den vergangenen 20 Jahren sei eine verlässliche Industrie- und Wirtschaftspolitik verloren gegangen.
Vom reinen Maschinenbauer zum Technologiekonzern
Die Ursprünge Körbers reichen bis 1946 zurück. Das Unternehmen belieferte als Maschinenbauer vor allem die Tabakindustrie, später kamen Bereiche wie Papier und Schleiftechnik hinzu. Seifert leitete nach eigener Aussage zwischen Ende 2016 und Anfang 2017 einen Jahre zuvor angekündigten Umbau ein: Körber gab mehrere konventionelle Geschäftsfelder ab und kaufte an anderer Stelle zu - etwa im Softwarebereich.
Inzwischen ist Körber in die Bereiche Pharma, Supply-Chain und Technologies (Deutsch: Lieferkette und Technologien) gegliedert. Körber bietet vor allem Maschinen, Anlagen und Software an. Laut Website hat der Konzern rund 13.000 Mitarbeiter an mehr als 100 Standorten weltweit. Den genauen Jahresüberschuss nennt das nicht börsennotierte Unternehmen nicht./lkm/DP/zb
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