Zuvor hatte der Parteilinke die SPD zu Kampfgeist aufgerufen. "Wir haben nichts schönzureden. Das Ausmaß unserer Niederlage ist dramatisch", sagte er. Aber: "Wir stehen noch, weil die Sozialdemokratie nicht nur einstecken kann, sondern vor allem auch wieder aufstehen kann. (...) Und wir starten hier und heute mit unserer Rückkehr."
Politischer Senkrechtstarter
Klüssendorf ist Bundestagsabgeordneter und hatte in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Aufgaben in der Parteizentrale, dem Willy-Brandt-Haus, übernommen. Unter anderem organisierte er den Parteitag, auf dem die SPD das desaströse Ergebnis der Bundestagswahl aufarbeiten will.
Klüssendorf ist ein politischer Senkrechtstarter. Der 33-Jährige aus Lübeck zog 2021 zum ersten Mal in den Bundestag ein. Dort stieg er schnell auf zu einem der Sprecher der SPD-Linken. 2022 erarbeitete der studierte Volks- und Betriebswirtschaftler ein Konzept für eine einmalige Vermögensabgabe, mit dem er sich auch auf dem damaligen Parteitag einen Namen machte. Auch jetzt setzte er sich erneut für finanzielle Umverteilung ein.
Bei der Bundestagswahl in diesem Jahr verteidigte Klüssendorf als Spitzenkandidat der SPD Schleswig-Holstein sein Direktmandat in Lübeck./tam/DP/jha
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