Der Indikator für den Dienstleistungssektor fiel um 0,4 Punkte auf 49,7 Punkte. In einer ersten Schätzung war noch ein Rückgang auf 48,9 Punkte ermittelt worden. Der entsprechende Indikator für die Industrie war laut Daten vom Montag den dritten Monat in Folge gestiegen. Er signalisiert aber weiterhin einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität in dem schwächelnden Sektor.
Insgesamt deuten die Daten auf eine weitgehend stagnierende Wirtschaft hin. "Für den Rest des Jahres sind wir zuversichtlich, dass weitere Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank und fiskalische Anreize, insbesondere in Deutschland, ausreichen werden, um die negativen Auswirkungen der höheren Zölle und der gestiegenen Unsicherheit auszugleichen", kommentierte Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt bei der Hamburg Commercial Bank.
Besonders stark entwickelte sich der italienische Dienstleistungssektor. Der Indikator stieg auf 53,2 Punkte, während Volkswirte einen Rückgang auf 52,0 Punkte erwartet hatten. Der spanische Indikator trübe sich zwar ein, liegt aber mit 51,3 Punkten immer noch über der Wachstumsschwelle. In Italien und Spanien wird keine Erstschätzung durchgeführt. In Frankreich und in Deutschland liegt der Wert für den Dienstleistungssektor weiter unter der Wachstumsschwelle. Der französische Wert wurde jedoch nach oben korrigiert.
Die Entwicklung im Überblick:
Region/Index Mai Prognose Erstschätzung Vormonat
EURORAUM
Gesamt 50,2 49,5 49,5 50,4
Industrie 49,4 49,4 49,4 49,0
Dienste 49,7 48,9 48,9 50,1
DEUTSCHLAND
Industrie 48,3 48,8 48,8 48,4
Dienste 47,1 47,2 47,2 49,0
FRANKREICH
Industrie 49,8 49,5 49,5 48,7
Dienste 48,9 47,4 47,4 47,3
ITALIEN
Industrie 49,2 49,6 --- 49,3
Dienste 53,2 52,0 --- 52,9
SPANIEN
Industrie 50,5 48,4 --- 48,1
Dienste 51,3 52,9 --- 53,4°
(Angaben in Punkten)
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