- China hat eine Militärübung rund um Taiwan begonnen.
- Bis Montagnachmittag waren 89 Militärflugzeuge im Einsatz.
- Es handelt sich um das größte Manöver seit April 2023.
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Taiwans Verteidigungsministerium teilte mit, dass bis Montagnachmittag (Ortszeit) 89 Militärflugzeuge und Drohnen, 14 Kriegsschiffe und 14 Schiffe der Küstenwache Chinas rund um die Insel im Einsatz gewesen seien.
Ein Sprecher des chinesischen Militärs bezeichnete die Übungen als "ernste Warnung" an "separatistische" Kräfte. Sie seien zudem eine "legitime und notwendige" Maßnahme zur Wahrung der chinesischen Souveränität und nationalen Einheit, hieß es. Auch für Dienstag wurden weitere Schießübungen in fünf ausgewiesenen Zonen rund um Taiwan angekündigt. Unbeteiligte Schiffe und Flugzeuge sollten diese Bereiche meiden.
Chinas Aktivitäten werden nach Angaben der taiwanischen Luftfahrbehörde am Dienstag voraussichtlich mehr als 100.000 Passagiere internationaler Flüge beeinträchtigen. Zudem würden mehr als 80 Inlandsflüge gestrichen.
Größte Übung seit April
Es handelt sich um das größte chinesische Manöver vor Taiwan seit April. Es folgt auf neue Spannungen mit den USA, nachdem Washington ein großes Waffenpaket für Taiwan bekanntgegeben hatte.
Externe Kräfte, die Taiwan bewaffnen, würden die Taiwanstraße in eine gefährliche Lage treiben, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums nach Beginn des Manövers. Jede böswillige Handlung, die darauf abziele, eine rote Linie zu überschreiten, werde auf entschlossene Gegenmaßnahmen Chinas stoßen.
Taiwan verurteilt Manöver
Chinas Armee übt nahezu täglich mit Kriegsschiffen und Militärflugzeugen in der Region. Peking zählt die Inselrepublik zu seinem Territorium, obwohl sie seit Jahrzehnten eine von Peking unabhängige und demokratisch gewählte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen.
Taiwan verurteilte die erneuten chinesischen Militäraktivitäten scharf. Chinas Vorgehen untergrabe die Sicherheit und Stabilität in der Region und stelle eine offene Herausforderung für internationales Recht und die internationale Ordnung dar, erklärte eine Sprecherin des Präsidialamts. Die taiwanischen Streitkräfte und Sicherheitsbehörden seien über die Lage umfassend informiert und vorbereitet./jpt/DP/nas
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