- Mehrere Anti-Atomkraft-Initiativen planen Proteste.
- Ab 18 Uhr gibt es eine Kundgebung in Jülich.
- Es sind zahlreiche Transporte von Atommüll geplant.
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Laut Aktionsbündnis "Stop Westcastor" soll ab 18 Uhr vor dem Forschungszentrum in Jülich eine Dauerkundgebung starten. Zeitgleich ist in Ahaus eine Demo vom Bahnhof zum Rathaus angemeldet, wie die Polizei im Kreis Borken bestätigte. Ab 20 Uhr wollen die Atomkraftgegner der Bürgerinitiative Ahaus eine nächtliche Dauermahnwache vor dem Zwischenlager einrichten.
Die Naturschutzorganisation BUND Nordrhein-Westfalen, die seit Jahren auch juristisch gegen die Transporte kämpft, rief ab 20 Uhr zu einer Mahnwache an einer Brücke der Autobahn 42 bei Duisburg auf. Die Ruhrgebietsstadt befinde sich in der Mitte der Transportstrecke von Jülich nach Ahaus.
Vor dem Forschungszentrum in Jülich trafen am Vormittag zahlreiche Einsatzwagen der Polizei ein. Allein rund das Gelände und die Hauptzufahrt bezogen etwa zehn Mannschaftswagen Position, wie ein dpa-Reporter berichtete.
Zahlreiche Transporte nötig
Bei dem zu transportierenden Atommüll handelt es sich um rund 300.000 Brennelemente-Kugeln aus einem 1988 abgeschalteten Versuchsreaktor in Jülich. Sie befinden sich in 152 speziellen Schutzbehältern, sogenannten Castoren.
Auf der gut 170 Kilometer langen Strecke nach Ahaus wird nach bisherigen Angaben voraussichtlich jeweils ein kleiner Konvoi von bis zu vier Schwertransportern unterwegs sein. Angesichts der 152 Castoren dürften es zahlreiche Transporte werden.
Es gibt in Deutschland derzeit noch keine Endlager, in denen auf Hunderttausende Jahre hinweg strahlender Atommüll sicher gelagert werden soll. Stattdessen gibt es sechzehn Zwischenlager, unter anderem in Ahaus./fld/DP/stw
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