Riesiges Untersee-Stromkabel im Mittelmeer kommt voran

dpa-AFX  | 
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Meerwasser (Symbolbild).
- pixabay.com / CC0

ATHEN (dpa-AFX) - Das geplante gigantische Unterseekabel zur Verbindung der Stromnetze von Griechenland, Zypern und Israel kommt einen weiteren Schritt voran. Der griechische Netzbetreiber ADMIE hat den Investitionsantrag für den Abschnitt zwischen Zypern und Israel bei den zuständigen Regulierungsbehörden beider Länder eingereicht. Dies teilte der Netzbetreiber in Athen mit.

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Hinweis

Der sogenannte Great Sea Interconnector (GSI) ist eine rund 1.200 Kilometer lange Stromverbindung unter dem Mittelmeer. Sie soll Griechenland über Kreta mit Zypern und anschließend Zypern mit Israel verbinden. Ziel ist es, Zypern und Israel erstmals an das europäische Stromnetz anzuschließen.

324 Kilometer bis nach Israel

Der jetzt eingereichte Antrag betrifft den Abschnitt Zypern-Israel. Das geplante Unterseekabel soll rund 324 Kilometer lang sein und zunächst eine Übertragungskapazität von 1.000 Megawatt haben, teilte der griechische Netzbetreiber weiter mit.

EU unterstützt strategisches Energieprojekt

Nach bisherigen Angaben liegen die Kosten des Projekts bei rund 1,9 Milliarden Euro. Auch die Europäische Union sieht das GSI als strategisches europäisches Energieprojekt. Für den bereits geplanten Abschnitt Griechenland-Zypern hat die EU 657 Millionen Euro aus der Connecting Europe Facility (CEF) bereitgestellt.

Der neue Schritt folgt auf den Einstieg der französischen Infrastruktur-Investmentgesellschaft Meridiam, die vergangene Woche Mehrheitsaktionär der GSI-Projektgesellschaft geworden ist. Damit erhält das seit Jahren verzögerte Projekt zusätzlichen finanziellen Rückenwind.

Auch geopolitisch von Bedeutung

Auch politisch gewinnt der GSI an Bedeutung. Griechenland, Zypern und Israel sehen in der Stromverbindung nicht nur ein Energieprojekt, sondern auch ein strategisches Infrastrukturprojekt im östlichen Mittelmeer. Zuletzt hatten sich auch US-Abgeordnete für eine stärkere Unterstützung des Projekts ausgesprochen, berichteten griechische Medien./tt/DP/jha



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