Was der SPD-Vorsitzende am Mittwoch vorlegte, unterscheidet sich in doppelter Hinsicht von der Agenda 2010 des Altkanzlers: Erstens flicht Klingbeil von vornherein einen sozialen Ausgleichsmechanismus in sein Reformgewebe: Er will die "starken Schultern" mehr belasten. Mit einer Reform der Erbschafts- und Einkommensteuer will Klingbeil die Mitte entlasten und reiche Vermögen und Einkommen stärker heranziehen. Und zweitens sind das bisher nur Vorschläge und keine fertigen Reformpapiere. Bevor die Ideen in Gesetzesform gegossen werden können, müssen noch viele Kämpfe ausgefochten werden (partei- und koalitionsintern). Doch wenn Klingbeil da den gleichen Mut beweist wie am Mittwoch bei der Bertelsmann-Stiftung, könnte er nicht nur als Reformer Deutschlands in die Geschichte eingehen, sondern auch als Reformer seiner Partei./yyzz/DP/zb
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