In der Landespartei verwies man schon Tage vor der Wahl auf die Berliner Lifestyle- und Zahnersatz-Debatten, die sicher keinen Rückenwind lieferten. Doch diese Ausrede greift zu kurz. Die CDU in Baden-Württemberg hat schon selbst dafür gesorgt, dass es am Ende so eng wurde. Ein Spitzenkandidat muss sich schon selbst fragen lassen, welchen Anteil er am Wahlergebnis trägt. Dabei geht es nicht nur um die Sexismusdebatte Hagels. Er hatte über die "rehbraunen Augen" einer jungen Frau geschwärmt. Es gab auch taktische Fehler: Nachdem Hagel lange Zeit unter der Wahrnehmungsschwelle Wahlkampf gemacht hatte, wurde er am Ende hektisch. In der heißen Phase griff er Wahlsieger Özdemir frontal an und nannte ihn "rotzfrech" und "nicht ehrlich". So spricht kein souveräner Kandidat für das höchste Amt in einem Bundesland. Sondern ein Politiker, der spürt, dass ihm das Rennen entgleitet./yyzz/DP/mis
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