Aus Sicht des Bauernverbands ist es wohl gar nicht so schlimm, dass nicht wie geplant der bayerische Verbandschef, sondern ein CSU-Politiker Minister geworden ist. Zu Rainers Vorgänger, dem Grünen-Politiker Cem Özdemir, blieb der größte landwirtschaftliche Verband Deutschlands stets auf Distanz, selbst wenn der sich ihnen weit entgegen beugte. Natürlich muss ein Agrarminister die Interessen der Bäuerinnen und Bauern hören. Es ist vernünftig, finanzielle und bürokratische Belastungen nach Möglichkeit zu reduzieren. Es ist verständlich, dass Rainer wenig Lust hat auf erneute Traktor-Demos. Landwirtschaftspolitik sollte allerdings mehr sein als die 1-zu-1-Umsetzung von Lobbyinteressen. Der Minister muss hier für einen Ausgleich sorgen, der insbesondere auch die Umwelt in den Blick nimmt. Auch wenn es dafür dann mal weniger herzlich wird mit dem Bauernverband. Aber sauberes Trinkwasser, ausreichend Insekten und das Bremsen des Klimawandels sind auch für die Landwirtschaft unerlässlich./yyzz/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.