- Der Euro Stoxx 600 bröckelt seit Mitte August.
- Banken liegen seit Ende 2022 unangefochten vorn.
- Finanzdienstleister verdrängen Technologiewerte auf Platz drei.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Nicolas Ebert Dem europäischen Aktienmarkt geht die Puste aus. Seit Mitte August bröckelt der Euro Stoxx 600. Die überverkaufte Lage baute er zuletzt nur durch eine Seitwärtsbewegung ab, schreibt Stephen Schneider, Analyst der DZ Bank. Den Anlegern fehle die Fantasie. Tiefere Kurse nutzten sie derzeit nicht für neue Käufe.
Hoffnung macht der Kalender. Im Oktober markierten Indizes historisch oft Wendepunkte, von denen aus bis Jahresende Gewinne von zehn Prozent und mehr folgten. Langfristig hätten solche Erholungen aber wenig Wert, betont Schneider. Wichtiger sei der Blick auf die Branchen. Sein Modell, das auf dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) fußt, schaltete zuletzt auf defensiv. An der Spitze des Rankings ändert das kaum etwas.
Banken: Der Dauerbrenner
Unangefochten vorn liegen die Banken. Seit Ende 2022 schlagen sie den Gesamtmarkt. Die Rentabilität hat sich deutlich verbessert. Dazu kommt eine hohe Dividendenrendite. Das stärkste Argument sieht Schneider aber im Investitionspaket der Bundesregierung. Analysten erwarten für 2026 bis 2028 ein jährliches Gewinnplus von 10,9 Prozent. Anfang 2025 waren es nur 1,2 Prozent. Das KGV von 11,3 für 2026 liegt nur leicht über dem langfristigen Median.
Grundstoffe: Frühindikator mit Schwung
Auf Rang zwei schoben sich die Grundstoffe. Im Euro Stoxx 600 wiegen sie weniger als ein Prozent. ArcelorMittal (ArcelorMittal Aktie) und UPM stellen zusammen rund 60 Prozent des Subindex. Als Frühzykliker gelten sie als Konjunkturbarometer, schwanken aber stark. Analysten rechnen hier mit Gewinnzuwächsen von 19,8 Prozent pro Jahr. Mit einem KGV von 14,2 notiert die Branche eine Standardabweichung unter dem Zehnjahresmittel.
Finanzdienstleister: Neu in der Spitzengruppe
Platz drei erobern die Finanzdienstleister und verdrängen die Technologiewerte. Schwerster Wert ist die Deutsche Börse. Im zweiten Quartal meldete die Branche teils zweistellige Umsatzzuwächse und hob mehrfach Prognosen an. Lebhafter Börsenhandel und bargeldloses Bezahlen tragen das Geschäft. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19 liegt die Bewertung im langfristigen Schnitt. Das erwartete Gewinnwachstum fällt mit 6,3 Prozent eher mager aus.
Schlusslichter: Autos und Luxus
Die Autowerte haben die letzten drei Ränge verlassen. Entwarnung gibt Schneider aber nicht, denn die Branche hinkt dem Markt weiter hinterher. Ganz hinten landen die Hersteller von Luxusgütern und Sportartikeln. Mit 4,3 Prozent Indexgewicht fällt ihre Schwäche ins Gewicht.
Fazit
Der breite Markt tritt auf der Stelle. Die Musik spielt in einzelnen Branchen. Banken bieten Wachstum zu moderaten Bewertungen. Grundstoffe locken mit hohem Gewinnschub, verlangen aber starke Nerven. Wer auf eine Oktober-Rallye hofft, sollte sich lieber auf die starken Sektoren konzentrieren als auf den Gesamtindex.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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