Ölpreis fällt unter 83 US-Dollar: Was der Hormus-Deal für Anleger bedeutet

Julian Schick Julian Schick
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Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.

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Silhouette von Öl-Förderpumpen (Symbolbild).
© ssuaphoto / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Der Friedens-Deal zwischen den USA und Iran lässt den Ölpreis abstürzen. Doch die Entwarnung könnte verfrüht sein.
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Nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran verlor die Sorte Brent zeitweise über fünf Prozent und rutschte unter 83 US-Dollar pro Barrel, US-Leichtöl WTI fiel sogar unter die Marke von 80 US-Dollar. Grund ist eine überraschende Einigung zwischen den USA und Iran, die den monatelangen Konflikt vorerst beenden soll.

Im Zentrum steht die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Ölmenge transportiert wird. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntagabend über soziale Medien angekündigt, die Blockade der Wasserstraße aufzuheben, sobald das Abkommen am Freitag in der Schweiz unterzeichnet wird. 

Der Iran bestätigte zwar über seinen Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi eine Einigung, Details sollen jedoch erst nach der Unterzeichnung veröffentlicht werden. Reedereien und Versicherer dürften zunächst zögern, ihre Tanker wieder durch die Meerenge zu schicken. Schließlich lauern dort möglicherweise noch Minen, und die Risikoaufschläge für Versicherungen bleiben entsprechend hoch.

Chris Weston, Analystenchef beim Broker Pepperstone, bringt gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg die Skepsis auf den Punkt: "Selbst wenn die Straße am Freitag offiziell geöffnet wird, könnten dort noch Minen liegen, und Versicherer könnten weiterhin hohe Prämien verlangen."

Für Anleger ist die Entwicklung durchaus relevant. Sinkende Energiepreise nehmen Druck von der Inflation, was der US-Notenbank bei ihrer Zinsentscheidung in dieser Woche in die Karten spielen könnte. Auch europäisches Erdgas verbilligte sich am Montag deutlich. Gleichzeitig legten Gold (Goldkurs) und Kupfer zu, der US-Dollar gab nach.

Autor: Julian Schick



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