Nvidia-Aktie: Darum ist das Verkaufssignal jetzt kaum noch zu verhindern!
Die Anteile des KI-Überfliegers zeigen sich um eine Erholung bemüht, doch diese könnte zu spät kommen, um ein gefährliches Verkaufssignal noch zu verhindern.
Nvidia: Die Kursflaute der Aktie hält schon seit Monaten an
Schon seit Monaten bereitet die Nvidia-Aktie Anlegerinnen und Anlegern Kopfzerbrechen. Obwohl der KI-Boom bislang in unvermindertem Tempo anzuhalten scheint, worauf etwa das am Freitagmorgen von Auftragsfertiger TSMC veröffentlichte Umsatzergebnis für das abgelaufene Quartal hindeutet, kommt das Papier kaum noch vom Fleck.
Im vergangenen halben Jahr bewegte sich Nvidia (Nvidia Aktie) in einer Seitwärtst-Range, während einzelne Mitbewerber wie Marvell oder auch die Anteile von Speicherchipherstellern (Micron, Samsung, SK Hynix) enteilt sind und deutlich attraktivere Renditen bieten.
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Die Bewertung ist inzwischen günstig, aber reicht das auch?
Die andauernde Kursflaute hat zu einer prekären Ausgangslage geführt. Auf der einen Seite ist die Unternehmensbewertung mit einem KGVe von 22,2 und einem Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 0,58 so günstig wie lange nicht. Auf der anderen Seite weist der Chart inzwischen erhebliche Schwächen auf.
Ein bedeutendes Verkaufssignal, das schon im vergangenen Jahr zu schmerzhaften Kursverlusten geführt hat, ist jetzt kaum noch zu verhindern:
Kaum ist Entspannung in Sicht, droht das nächste Verkaufssignal
Zwar konnte Nvidia in den vergangenen Tagen von der Gesamtmarkterholung profitieren und den bei 180 US-Dollar liegenden Widerstand überspringen und als Unterstützung zurückgewinnen sowie gleichzeitig mit dem Sprung über die 50- und 200-Tage-Linie neue prozyklische Kaufsignale generieren, doch es droht bereits ein Death Cross und damit ein starkes Verkaufssignal. Das hat schon im letzten Jahr, befeuert auch durch den Zoll-Crash, zu Kursverlusten von rund 30 Prozent geführt.
Wenngleich die erstarkenden technischen Indikatoren RSI und MACD zunächst für ein mögliches Anhalten der jüngsten Erholungsgewinne und ein Vordringen in Richtung des Widerstandsbereiches um 195 US-Dollar sprechen, könnten daher rasch neue Gewinnmitnahmen einsetzen und damit nicht nur einen Ausbruch aus der Seitwärtsrange verhindern, sondern auch ein Abrutschen in die Wege leiten.
Erhebliche technische Verschlechterungen
Für dieses Szenario spricht, dass den jüngsten Verbesserungen bei den technischen Indikatoren übergeordnete Schwierigkeiten gegenüber stehen. Sowohl der RSI als auch der MACD handeln seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres in Abwärtstrends.
Zuvor lieferten sie bearishe Divergenzen und konnten das Rekordhoch der Aktie bei rund 210 US-Dollar daher nicht bestätigen. Solche Fehlsignale gelten ebenfalls als potenzielle Trendwendeereignisse. Ohne dass Nvidia also ein technisch bestätigtes neues Rekordhoch erzielt, lässt sich das gegenwärtig schwierige Setup für die Bullen nicht auflösen.
Chancen zur Oberseite gering, Abwärtsrisiken hoch
Während zur Oberseite also 195 beziehungsweise 220 US-Dollar nötig sind, wofür der unter der Nulllinie liegende MACD und der kurz vor dem überkauften Bereich stehende RSI keine Indizien liefern, könnte ein Death Cross zu einer Kaskade von Verkaufssignalen führen (unmittelbares Aufgeben der zuletzt zurückeroberten Durchschnittslinien) und damit schließlich auch zum Bruch der bei 170 US-Dollar liegenden Unterstützung.
In diesem Fall wäre der Seitwärtstrend der vergangenen Monate als abgeschlossene Top-Bildung und damit als Signal für eine übergeordnete Trendwende zu verstehen. Nvidia könnte vor einer monate- oder im Falle des Platzens der KI-Blase sogar jahrelangen Abwärtsspirale stehen. Es steht für Anlegerinnen und Anleger also einiges auf dem Spiel.
Fazit: Panik ist unangebracht, aber die Gefahr ernst zu nehmen
Noch gibt es für Panik jedoch keinen Anlass. Gerade in längeren Phasen der Trendlosigkeit kann es in den gleitenden Durchschnitten auch zu einem Wechsel von Golden und Death Crosses kommen, ohne dass diese nachhaltige Wirkung entfalten würden. Für Kurse oberhalb von 170 US-Dollar dürfte die Nvidia-Aktie daher in Sicherheit sein.
Trotzdem sollten die Abwärtsrisiken von Anlegerinnen und Anlegern nicht unterschätzt und beispielsweise mit Stopp-Loss-Orders begegnet werden. Denn neben der charttechnischen Eintrübung kämpft Nvidia auch mit wachsendem Wettbewerb nicht nur durch andere Hardware-Hersteller wie AMD und Broadcom, sondern auch mit Cloud- und KI-Anbietern wie Amazon, Alphabet und Microsoft, die immer häufiger auch auf eigene Entwicklungen setzen. Erst am Donnerstag hat auch Anthropic bekannt gegeben, die Fertigung eines eigenen KI-Chips anzustreben.
Diese Entwicklung könnte die Margen und damit auch die mittel- und langfristigen Gewinnaussichten von Nvidia eintrüben und die gegenwärtig günstig erscheinende Bewertung rasch obsolet werden lassen.
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