Nicht mehr "Omas Supermarkt": Warum Analysten jetzt auf Walmart setzen
Bank of America stuft Walmart wieder mit "Buy" ein und sieht ein Kursziel von 150 US-Dollar. Treiber sind das 150-Milliarden-US-Dollar-Digitalgeschäft, steigende Online-Margen und Marktanteilsgewinne bei Gutverdienern.
Die Analysten der Bank of America (Bank of America Aktie) nehmen Walmart erneut in die Bewertung auf – und starten mit einer klaren Kaufempfehlung. Das Kursziel liegt bei 150 US-Dollar. Als Begründung verweisen sie vor allem auf die Transformation des Konzerns hin zu einem technologiegetriebenen Handelsunternehmen.
Herzstück der Investmentstory ist das inzwischen rund 150 Milliarden US-Dollar schwere Digitalgeschäft. Es macht bereits 21 Prozent des Umsatzes aus und wuchs in den vergangenen zwei Jahren mit einer durchschnittlichen Rate von 23 Prozent pro Jahr. Besonders attraktiv: Das E-Commerce-Segment, inklusive Werbeerlösen und Mitgliedsbeiträgen, arbeitet profitabel. Die inkrementellen Margen im Onlinegeschäft sehen die Analysten bei 10 bis 15 Prozent – mit weiterem Verbesserungspotenzial durch Skaleneffekte.
Parallel investiert Walmart massiv in Automatisierung und KI. Eine effizientere Lieferkette, schnellere Zustellung und ein erweitertes Sortiment über den Marktplatz stärken die Wettbewerbsposition. In vielen US-Regionen ermöglicht das Netzwerk aus mehr als 5.000 Standorten Lieferungen innerhalb von 30 Minuten.
Auch bei der Kundenzusammensetzung verschiebt sich das Bild. Walmart gewinnt Marktanteile bei einkommensstärkeren Haushalten, ohne seine Position als Preisführer für preissensible Kunden zu verlieren. Selbst in einem sogenannten K-förmigen Konsumumfeld – also mit wachsender Einkommensschere – sehen die Analysten den Konzern gut aufgestellt.
Bewertungstechnisch notiert die Aktie nahe historischer Höchststände beim Kurs-Gewinn-Verhältnis. Dennoch halten die Experten das Multiple für gerechtfertigt. Ihre Prognose: Das operative Ergebnis dürfte künftig fast doppelt so schnell wachsen wie der Umsatz. Langfristig sei sogar eine Annäherung an Bewertungsniveaus von Costco denkbar.
Fazit: Für die Bank of America ist Walmart längst mehr als ein klassischer Discounter – sondern ein skalierbarer Plattform-Player mit strukturellem Gewinnhebel.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.