Die mexikanische Flagge.
Quelle: - pixabay.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 247

Mexikos Präsidentin: US-Einsatz gegen Drogenkartelle ausgeschlossen

MEXIKO-STADT/WASHINGTON (dpa-AFX) - Im Streit um das Vorgehen gegen Drogenkartelle in Mexiko hat die Präsidentin des Landes, Claudia Sheinbaum, mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Sie habe erneut Trumps Angebot abgelehnt, US-Truppen nach Mexiko zu entsenden, um der dortigen Regierung im Kampf gegen die Kartelle zu helfen, sagte Sheinbaum bei einer Pressekonferenz. Auch sei in dem Telefonat ein einseitiges militärisches Eingreifen der USA in Mexiko ausgeschlossen worden.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Jüngste Äußerungen von Trump über das US-Vorgehen gegen Drogenbanden in Lateinamerika hatten in Mexiko für Unruhe gesorgt - auch vor dem Hintergrund des Angriffs auf Venezuela. Sheinbaum sagte bei der Pressekonferenz, sie habe das Gespräch mit Trump gesucht, weil er immer wieder sagt, dass er sich eine größere US-Beteiligung an Mexikos Sicherheit wünscht. "Wir sagen immer, dass dies nicht notwendig ist", sagte Sheinbaum. Mexiko bewahre seine Souveränität und territoriale Integrität.

Auf X bezeichnete Sheinbaum das Telefonat als "sehr gutes Gespräch". Die Zusammenarbeit im Rahmen des gegenseitigen Respekts führe immer zu guten Ergebnissen.

Laut Trump wird Mexiko von den Drogenkartellen regiert

Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro hatte Trump in einem Interview erneut beklagt, Mexiko werde von den Drogenkartellen regiert. Trump unterstellt Sheinbaum, aus Angst nicht härter gegen die Kartelle vorzugehen. Mehrfach habe er ihr Hilfe angeboten, diese sei zurückgewiesen worden.

Sheinbaum sagte, die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien gut und man werde mit den Vereinigten Staaten weiter zusammenarbeiten. In dem rund 15-minütigen Telefonat habe sie mit Trump auch über den US-Militäreinsatz in Venezuela gesprochen. Sie habe deutlich gemacht, dass Mexiko mit ausländischen Interventionen in anderen Ländern nicht einverstanden sei.

Die USA hatten am 3. Januar Ziele in Venezuela angegriffen. Staatschef Maduro wurde bei der Operation gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen und hat Ansprüche auf Einnahmen aus dem Export venezolanischen Öls angemeldet./aso/DP/nas

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend