Friedrich Merz beim EPP Kongress in München im Mai 2023
Quelle: - ©European People's Party, cc-by-2.0:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 550

Merz zu Ukraine-Kredit: 'Diese Lösung ist sogar besser'

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz wertet den EU-Kompromiss zur Milliarden-Finanzhilfe für die Ukraine als Erfolg. Diese Lösung sei "sogar besser als die, die ich vorgeschlagen habe", sagte Merz in einem Interview der ARD-"Tagesthemen". Sie sei einfacher und erfordere keine Haushaltsbeschlüsse in einzelnen EU-Mitgliedstaaten, und trotzdem werde das in der EU eingefrorene russische Vermögen genutzt.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der Plan sieht vor, der Ukraine ein zinsloses Darlehen über 90 Milliarden Euro zu gewähren, um dem Land die Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland zu ermöglichen. Die EU will das Geld am Kapitalmarkt aufnehmen, die Absicherung soll über den Gemeinschaftshaushalt erfolgen. Kiew soll das Geld nur zurückzahlen müssen, wenn Russland nach einem Ende seines Angriffskriegs Entschädigungszahlungen leistet. Andernfalls sollen in der EU eingefrorene russische Vermögenswerte für die Rückzahlung herangezogen werden.

Merz hatte sich ursprünglich gewünscht, dass die Finanzhilfen direkt durch in der EU festgesetztes russisches Staatsvermögen finanziert werden können. Dafür gab es aber keine ausreichende Mehrheit im Kreis der Mitgliedstaaten.

"Russland zahlt, und die Ukraine bekommt Geld"

"Diese Gelder sind dauerhaft eingefroren", betonte der Kanzler nun. Wenn es eine Rückzahlung gebe, dann nur nach Abzug des Darlehens für die Ukraine und nach der Bezahlung von Schäden, die Russland angerichtet hat. Er resümierte: "Russland zahlt, und die Ukraine bekommt Geld."

Man habe lange gerungen, sagte Merz. Es habe viele Argumente auch gegen seinen Vorschlag gegeben, die er ernst genommen habe. "Und jetzt haben wir eine wirklich gute Lösung, mit der ich sehr zufrieden bin."/sku/DP/nas

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend