Merkel bejahte die theoretische Frage, ob sie jetzt noch gerne Kanzlerin wäre. "Ich vermute, ehrlich gesagt, dass ich es aus Prinzip gerne wollte, und dass ich es auch jetzt wollen würde, wenn ich es nicht schon gewesen wäre", sagte die Ex-Kanzlerin. Auf die Frage, ob ein internationales Amt für sie in Frage käme, sagte sie: "Meine politische Zeit ist am Ende".
Mahnung an die eigene Partei
Merkel war nicht nur 16 Jahre Kanzlerin, sondern von 2000 bis 2018 auch CDU-Vorsitzende. Rückblickend räumte sie ein, es nicht geschafft zu haben, dass die Hälfte der Parteimitglieder Frauen sind. Auch habe die CDU zu wenige junge Mitglieder.
Zum Umgang mit der AfD sagte Merkel, es helfe nicht, die Rhetorik der AfD zu übernehmen. Maß und Mitte sei immer das Credo der CDU gewesen. Man müsse seinem eigenen Kompass folgen. Die CDU habe immer drei Wurzeln gehabt, liberal, christlich-sozial und konservativ. Die Partei sei dann am stärksten, "wenn alle drei Wurzeln sich gut repräsentiert fühlen". Man müsse sich möglichst breit aufstellen, denn "die CDU will immer ein Angebot für alle Menschen im Land sein"./shy/DP/men
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