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Mercedes-Benz: Das neue Jahr beginnt wie das alte endete – Absatzrückgang mit Ansage

Absatz minus sechs Prozent, ein Einbruch in China und neue Unsicherheiten durch geopolitische Spannungen: Bei Mercedes-Benz setzt sich der Negativtrend fort. Stehen Anleger jetzt vor einer Verkaufsentscheidung oder eröffnet sich langfristig doch eine Chance?
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Die Mercedes-AMG E 53 HYBRID als Limousine.
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Das neue Jahr beginnt für Mercedes-Benz genauso, wie das alte aufgehört hat: mit rückläufigen Verkaufszahlen. Im ersten Quartal 2026 setzte der Autobauer rund 499.700 Fahrzeuge ab – ein Minus von sechs Prozent.

Besonders schwer wiegt der Einbruch in China. Dort brachen die Verkäufe um 27 Prozent auf 111.600 Fahrzeuge ein. Das kommt allerdings nicht überraschend: Bereits 2025 hatte Mercedes einen Rückgang von rund neun Prozent auf etwa 1,8 Millionen Pkw verkraften müssen. Seit 2023 zeigt die Absatzkurve nach unten: zunächst schleichend, inzwischen deutlich.

Die Probleme sind strukturell. Ein harter Preiskampf mit lokalen Herstellern, eine schwächelnde Konjunktur und Modellwechsel, die kurzfristig auf die Verkäufe drücken. Intern spricht Mercedes von einem "Übergangsjahr". Eine nette Umschreibung für ein herausforderndes Marktumfeld mit offenem Ausgang.

China schwächelt – andere Märkte stabilisieren sich

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Während China zum Problemfall wird, läuft es in anderen Regionen besser. In den USA legten die Verkäufe um 20 Prozent zu, in Europa immerhin um sieben Prozent. Vor allem höherpreisige Modelle und Elektroautos konnten hier punkten.

Ohne China hätte Mercedes sogar ein Absatzplus erzielt. Ein Detail, das zeigt, wie stark der weltgrößte Automarkt aktuell belastet.

Zusätzlicher Gegenwind kam im ersten Quartal durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die wichtige Absatzmärkte in der Golfregion beeinträchtigten.

Neue Modelle als Hoffnungsträger

Die Hoffnung liegt nun auf der nächsten Modellgeneration. Vertriebsvorstand Mathias Geisen verweist auf starke Auftragseingänge, insbesondere für die neue S-Klasse sowie für die kommenden Modelle CLA, GLB und GLC.

Mercedes setzt dabei klar auf seine Premiumstrategie: weniger Volumen, mehr Marge. Vor allem im Luxussegment sollen Fahrzeuge wie die S-Klasse oder G-Klasse die Profitabilität stützen. Gleichzeitig arbeitet der Konzern an neuen, stärker digitalisierten Modellen mit modernem Infotainment.

Das langfristige Ziel bleibt ambitioniert: Wieder rund zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr abzusetzen. Doch dieses Ziel wurde zeitlich nach hinten verschoben und dürfte frühestens gegen Ende des Jahrzehnts erreichbar sein.

Fazit: Kein klarer Kauf – Geduld gefragt

Die Zahlen zeigen klar: Mercedes steckt mitten in einem strukturellen Umbau und dieser kostet Wachstum. Der Einbruch in China, gepaart mit geopolitischen Risiken und Modellwechseln, dürfte die Aktie kurzfristig weiter belasten.

Zwar stimmen die langfristigen Perspektiven im Premiumsegment, doch aktuell fehlt der klare Kurstreiber. Der jüngste Kursrückgang spiegelt das wider: Das Vertrauen der Anleger in eine schnelle Erholung ist begrenzt.

Auch wenn Vorstandsvorsitzender Ola Källenius eine Abkehr von der Premium-Strategie angekündigt hat, tut er sich mit entsprechenden Taten schwer. Sollten die Absatzzahlen noch weiter abrutschen um zweiten Quartal, dann dürfte die Kritik am Mercedeschef wieder zunehmen. Unterm Strich dürften die Stuttgarter dann auch nicht daran vorbeikommen mit einem neuen Mann wieder frischen Wind in die Konzernzentrale zu bringen.

Ein Einstieg drängt sich daher vorerst nicht auf. Anleger sollten abwarten, ob Mercedes die Trendwende – vor allem in China – tatsächlich schafft.

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Redaktion Ariva/MW


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