Marvell stürzt trotz Rekordzahlen ab: Was stimmt beim 120-Milliarden-Google-Deal nicht?

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Marvell stürzt trotz Rekordzahlen ab: Was stimmt beim 120-Milliarden-Google-Deal nicht?





Marvell Technology liefert eigentlich genau die Zahlen, auf die Anleger im KI-Boom gewartet haben: Der Quartalsumsatz steigt um 37 Prozent auf den Rekordwert von 2,74 Milliarden US-Dollar, das Data-Center-Geschäft wächst sogar um 46 Prozent. Gleichzeitig hebt der Halbleiterkonzern seine Prognosen deutlich an und stellt für das Geschäftsjahr 2028 bereits rund 18 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Dennoch bricht die Aktie nach der Veröffentlichung zweistellig ein. Der Grund: Nach der spektakulären Google-Vereinbarung mit einem möglichen Umsatzvolumen von bis zu 120 Milliarden Dollar hatten Investoren offenbar mit noch größeren und vor allem schnelleren Wachstumseffekten gerechnet.


Dabei entwickelt sich Marvell zunehmend zu einem der wichtigsten Ausrüster für die nächste Generation von KI-Rechenzentren. Maßgeschneiderte KI-Chips, optische Verbindungen, Speichercontroller, die Partnerschaft mit NVIDIA sowie die Übernahmen von Celestial AI und XConn sollen das Unternehmen im Wettbewerb mit Broadcom stärken. Doch ein wesentlicher Teil der zusätzlichen Google-Umsätze dürfte erst ab dem Geschäftsjahr 2029 sichtbar werden. Ist der Kursrutsch damit eine attraktive Einstiegschance – oder zeigt er, dass die Marvell-Aktie nach ihrer außergewöhnlichen Rallye schlicht zu viel Zukunft eingepreist hat?


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