- Frankreichs Präsident Macron fordert Dialog mit Putin.
- Kreml ist bereit, den Dialog mit Macron wieder aufzunehmen.
- Russland setzt auf Fortsetzung der Ukraine-Verhandlungen.
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"Es muss möglich sein, den Dialog mit Russland wieder aufzunehmen. Warum? Weil an dem Tag, an dem wir Frieden haben, dieser Frieden auch Europa betreffen wird", sagte Macron. "Wir haben die Diskussionskanäle auf einer technischen Ebene wiederhergestellt." Nötig sei ein gut organisierter europäischer Ansatz. Es dürfe nicht zu viele Gesprächspartner geben, sagte Macron auf die Frage, ob er es sei, der mit Putin reden wolle.
Kreml zu Dialog mit Macron bereit
Russland ist nach Kremlangaben bereit zur Wiederaufnahme des Dialogs mit Frankreich auf Ebene der Präsidenten. "Es gab Kontakte, das können wir bestätigen, die bei Bedarf und auf Wunsch dazu beitragen werden, den Dialog auf höchster Ebene recht zügig wieder aufzunehmen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. "Wir sagen schon lange, dass es unlogisch, kontraproduktiv und für alle Seiten schädlich ist, unsere Beziehungen auf den Nullpunkt zu reduzieren", betonte der Kremlsprecher.
Zu Macrons Bereitschaft für direkte Gespräche der Europäer mit Kremlchef Wladimir Putin sagte Peskow: "Das imponiert uns." Putin erklärt immer wieder, dass nicht Russland die Kontakte abgebrochen habe, sondern die EU-Staaten. Macrons außenpolitischer Berater Emmanuel Bonne war unlängst nach Moskau gereist. Nach Darstellung von Kanzler Friedrich Merz (CDU) war das Vorgehen so abgestimmt.
Kremlsprecher Peskow sagte nun, dass es sich um einen Kontakt auf technischer Ebene gehandelt habe, dem bisher keine weiteren Signale gefolgt seien. Zuletzt hatten der französische und der russische Präsident am 1. Juli vergangenen Jahres miteinander telefoniert - zum ersten Mal nach fast drei Jahren.
Kreml auch zu neuen Ukraine-Verhandlungen bereit
Peskow sagte auch, dass Russland auf eine baldige Fortsetzung der Verhandlungen zur Beendigung seines Angriffskrieges gegen die Ukraine setze. Ein Datum für neue trilaterale Gespräche nach den Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien Russland und Ukraine unter US-Vermittlung vorige Woche in Abu Dhabi gebe es nicht, sagte Peskow. Außenminister Sergej Lawrow sagte in einem Interview des staatsnahen Moskauer Fernsehsenders NTV, dass noch eine weite Strecke zurückzulegen sei bei den Verhandlungen.
Bei den Gesprächen sind die Europäer bisher außen vor. Russland hat immer wieder kritisiert, dass die EU-Staaten wegen ihrer Waffenlieferungen und der Unterstützung für die Ukraine nicht unparteiisch seien./mau/DP/jha
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