Lufthansa-Aktie: Analyst glaubt an Kursverdreifachung!
Julian Schick
Julian Schick
Julian Schick schreibt seit 2020 über die Themen, die Anleger bewegen – mit einem besonderen Fokus auf Aktienanalysen, Dividendenstrategien und ETFs. Der ausgebildete Journalist absolvierte die Kölner Journalistenschule und sammelte Erfahrungen unter anderem beim Handelsblatt, der Financial Times Deutschland sowie Euronews und WDR5. Für Ariva bringt er fundiertes Marktwissen und einen klaren Blick für das Wesentliche mit.
Die Aktie verharrt bei unter 8 Euro, doch mwb research traut Lufthansa fast eine Verdreifachung zu. Die Angst vor teurem Kerosin hält Analyst Jens-Peter Rieck für übertrieben. Er verweist auf den verkannten Wert der Flotte.
Für dich zusammengefasst:
Analyst rechnet mit einem Umsatz von 11,7 Milliarden Euro.
Die Marge von 11,5 Prozent bleibt auf Vorjahresniveau.
Für 2026 wird ein Gewinn je Aktie von 1,18 Euro erwartet.
Für das dritte Quartal rechnet Analyst Jens-Peter Rieck von mwb Research mit einem Umsatz von 11,7 Milliarden Euro, ein Plus von 4,5 Prozent zum Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) soll bei 1,35 Milliarden Euro liegen.
Die Marge von 11,5 Prozent läge damit etwa auf Vorjahresniveau. Im traditionell stärksten Quartal erwartet er zudem einen positiven Cashflow von rund 450 Millionen Euro. Zwar dürfte die Kapazität schrumpfen, höhere Erlöse pro angebotenem Sitzkilometer sollen das aber mehr als ausgleichen.
Im Schlussquartal laufen nach seiner Einschätzung die letzten günstigen Buchungen aus der Zeit vor der Krise aus, was die Margen stützen sollte. Im zweiten Quartal war das bereinigte EBIT noch um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro eingebrochen.
Beim Treibstoff sieht der Experte die Airline besser gerüstet als viele Anleger glauben. Einen Teil des Kerosinbedarfs für 2027 hat der Konzern bereits in diesem Jahr abgesichert, die Quote dürfte bei etwa 60 Prozent liegen. Größter Unsicherheitsfaktor bleibt der Preisaufschlag für raffiniertes Kerosin gegenüber Rohöl. Ernst würde es aus Riecks Sicht erst bei einem dauerhaften Ölpreis von mehr als 160 Dollar (Dollarkurs) je Barrel, denn Lufthansa sichert nur eine bestimmte Preisspanne ab. Dann drohe dem Kursziel ein deutlicher Abschlag.
Spannend ist vor allem sein Blick auf die Bewertung. Der Markt behandle Lufthansa wie eine reine Fluggesellschaft, das greife zu kurz. Nach seiner Rechnung deckt allein die eigene Flotte mehr als 85 Prozent des Unternehmenswerts ab, die Wartungssparte Lufthansa Technik weitere 40 Prozent. Passagier- und Frachtgeschäft werden an der Börse damit praktisch mit null bewertet.
An seinen Schätzungen ändert der Analyst nichts. Für 2026 erwartet er einen Gewinn je Aktie von 1,18 Euro, für 2027 von 1,52 Euro. Solange die Menschen weiter so viel fliegen, sieht er im aktuellen Kurs eine attraktive Einstiegschance.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
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