Lake Victoria Gold - Durchbruch bei Goldgewinnung auf dem Imwelo-Projekt

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Lake Victoria Gold steigert die Goldgewinnung auf Imwelo auf über 88 %: Optimierte Metallurgie entschärft ein zentrales Betriebsrisiko und bringt das genehmigte Projekt näher an die Produktion.

Das Imwelo-Goldprojekt in Tansania ist bereits vollständig für die Produktion genehmigt. Nun hat Lake Victoria Gold (TSXV: LVG; OTCQB: LVGLF; Frankfurt: E1K) einen weiteren entscheidenden technischen Meilenstein erreicht: Neue metallurgische Tests für das oberflächennahe Erz der "Area C" zeigen eine massive Verbesserung der Goldgewinnung. Durch ein optimiertes Vorbehandlungsverfahren steigt die Extraktionsrate signifikant – ein enorm wichtiger Faktor für die Wirtschaftlichkeit der anfänglichen Abbauphase.

Optimierter Prozess steigert Goldextraktion auf mehr als 88 Prozent

Die Testreihen, durchgeführt vom Spezialisten Nesch Mintech in Mwanza, fokussierten sich auf das tonreiche, stark verwitterte Material der obersten 40 bis 60 Meter. Dieses Gestein wird voraussichtlich den Großteil des anfänglichen Fördererzes ausmachen. Die praktische Herausforderung dabei: Wie lässt sich das stark tonhaltige Material so behandeln, dass sowohl die Ausbringung als auch das Schlammverhalten in der Anlage maximiert werden?

Die beste Lösung liefert eine Kombination aus mechanischer Oberflächenreinigung (Attrition Scrubbing) und anschließender Entschlämmung (Desliming). Die Ergebnisse der Vorbehandlung anhand von 38 HQ-Ganzkernproben (Gesamtgewicht: 120,34 kg) mit einem berechneten Gehalt von 3,92 g/t Gold (Komposit-Durchschnitt: 3,80 g/t) sprechen für sich:

Werte aus dem Artikel:
Goldpreis 4.195,28 $ +1,51%
  • Massiv höhere Ausbringung: In simulierten Anlagenbedingungen (24-Stunden-Laugung) sprang die Goldextraktion von mäßigen 49,99 Prozent beim unbehandelten Material auf starke 84,54 Prozent. In 48-Stunden-Flaschenrolltests wurden sogar 88,15 Prozent erreicht – deutlich besser als das Ausgangsmaterial (70,76 %) oder eine reine Entschlämmung (76,84 %).
  • Mehr Schwerkraftgold: Die durchschnittliche Schwerkraftgewinnung stieg von 12,78 auf 21,25 Prozent. Beachtliche 26 Prozent des Goldes lagen in einer groben Fraktion (über 300 Mikrometer) vor und lassen sich somit leicht separieren.
  • Effizienterer Anlagendurchsatz: Die Absetzzeit des Schlamms sank drastisch von 220 auf 130 Sekunden, während sich die Bettkompaktion von 50,56 auf 65,09 Prozent verbesserte. Das verhindert Engpässe bei der Filtration und sichert einen reibungslosen Materialdurchfluss.

Hochgradige Bohr-Treffer und der Weg zur Produktion

Das getestete Probenmaterial stammt direkt aus den oberflächennahen Bohrungen der Area C, deren starke Ergebnisse Lake Victoria Gold am 27. August 2026 gemeldet hatte. Zur Erinnerung: Die Bohrungen lieferten hochkarätige Abschnitte wie 28,71 g/t Gold über 2,75 Meter (ab 21 m Tiefe, Loch IMWDR029) und 12,20 g/t Gold über 4,50 Meter (ab 32 m, Loch IMWDR028). In diesen Zonen verbergen sich extrem hochgradige Sub-Intervalle mit 59,77 g/t über 1,30 Meter und 27,94 g/t über 1,90 Meter. Einzelne Quarzadern fielen mit absoluten Bonanza-Graden von 142,90 g/t und 124,83 g/t Gold auf.

Mit den jüngsten Metallurgie-Daten schließt sich für Imwelo nun der Kreis. Bereits im März 2026 hatte das Unternehmen für das tiefer liegende Übergangs- und Frischgestein der Area C exzellente Gewinnungsraten von 96 bis 97 Prozent durch konventionelle Schwerkraftkonzentration und Cyanidlaugung nachgewiesen. Das Management verfügt damit über ein ganzheitliches metallurgisches Rahmenwerk – vom stark verwitterten Oberflächenmaterial bis ins harte Frischgestein.

Ausblick: Im nächsten Schritt sollen detaillierte Massen- und Goldbilanzen für den Entschlämmungskreislauf ermittelt und der optimale Mahlgrad (Nesch Mintech empfiehlt einen Bereich von P80 75 bis 106 Mikrometer) finalisiert werden. Lake Victoria bringt Imwelo so systematisch dem Produktionsbeginn näher.

Obwohl das Imwelo-Projekt – strategisch günstig westlich der Geita-Mine von AngloGold Ashanti gelegen – bereits über Abbaugenehmigungen sowie historische PEA/PFS-Studien verfügt, agiert das Unternehmen transparent: Die anstehende Produktionsentscheidung basiert nicht auf einer aktuellen, nach NI 43-101 konformen Machbarkeitsstudie mit formellen Mineralreserven. Das erhöht naturgemäß die wirtschaftlichen und technischen Unsicherheiten. Die erfolgreiche Lösung der metallurgischen Herausforderungen beim oberflächennahen Erz beseitigt nun jedoch eines der größten operativen Risiken für das geplante erste Fördererz.

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