- KWS Saat erwartet ein organisches Umsatzplus von 3 %.
- Im letzten Jahr sank der Erlös um 1 % auf 1,63 Mrd. Euro.
- Die Aktie fiel am Mittwoch um 10 % an der Börse.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Julian Schick Der Saatgutkonzern KWS Saat (KWS Saat Aktie) hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich und blickt auch für die kommenden Monate nur mit gedämpften Erwartungen voraus. Nach einem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025/26, das Ende Juni schloss, soll es zwar wieder aufwärts gehen, große Sprünge bei der Profitabilität sind aber vorerst nicht in Sicht.
Vorstandssprecher Felix Büchting machte am Mittwoch deutlich, wie sehr die Landwirtschaft weltweit unter Druck steht. Extreme Wetterereignisse, steigender Krankheitsdruck bei Pflanzen und stark schwankende Agrarmärkte setzten Landwirten erheblich zu, erklärte er laut einer Unternehmensmitteilung.
An der Börse kam das nicht gut an. Die Aktie verlor am Mittwoch rund 10 Prozent. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank sprach von enttäuschenden Jahreszahlen, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien. Der Ausblick auf das neue Geschäftsjahr falle solide, aber unter dem Konsens der Analystenschätzungen aus. Ein Marktteilnehmer verwies laut dpa auf den zuletzt starken Kursverlauf der Aktie, der die Messlatte für gute Nachrichten erhöht habe.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet KWS Saat mit einem organischen Umsatzplus von rund drei Prozent, ohne Effekte aus Währungsschwankungen oder Portfolioveränderungen. Damit bewegt sich der Konzern am unteren Rand seines mittelfristigen Ziels: Bis 2028 soll der Umsatz organisch jährlich um drei bis fünf Prozent zulegen.
Im abgelaufenen Jahr war der Erlös des SDax-Unternehmens organisch um ein Prozent auf 1,63 Milliarden Euro geschrumpft. Ursache waren vor allem kleinere Anbauflächen für Zuckerrüben und Mais.
Bei der operativen Marge rechnet KWS für das laufende Jahr mit 19 bis 20 Prozent vom Umsatz. Im Vorjahr lag sie bei 21,1 Prozent, allerdings dank eines Sondereffekts von 29 Millionen Euro aus dem Verkauf von Lizenzrechten im Zuge der Veräußerung des nordamerikanischen Maisgeschäfts. Ohne diesen Effekt sank die Marge von 20,4 auf 19,3 Prozent.
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