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Kurdische Gruppen im Irak unter Beschuss

ERBIL (dpa-AFX) - Im Zuge des Kriegs mit dem Iran geraten iranisch-kurdische Gruppen im benachbarten Irak zunehmend ins Visier Teherans. Die irakische Partei der Freiheit Kurdistans (PAK), eine Partei iranischer Kurden, meldete einen Angriff mit Raketen und Drohnen, bei dem es Tote und Verletzte gegeben habe. Schon vor einigen Tagen hatte ein PAK-Sprecher dem Nachrichtensender Alhurra von iranischen Drohnenangriffen auf Büros von Kurdenparteien im Irak berichtet.

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Die Flagge des Irak.
Quelle: - pixabay.com:

Irans Revolutionsgarden (IRGC) stufen viele dieser Gruppen im Irak als "Terrorgruppen" ein. Auch die kurdische Minderheit im Iran wird Menschenrechtlern zufolge systematisch unterdrückt und verfolgt. Die IRGC haben in den vergangenen Jahren immer wieder kurdische Ziele im Irak angegriffen.

Mit dem Iran-Krieg könnten iranisch-kurdische Gruppen stärker in den Kampf gegen die Regierung in Teheran einsteigen. Hintergrund sind angebliche Überlegungen von US-Präsident Donald Trump, die kurdischen Milizen im Irak bei einer Bodenoffensive im Iran zu unterstützen, um dort die Regierung zu stürzen. Sollten kurdische Milizen tatsächlich über die Grenze in den Iran vordringen, dürften Irans Revolutionsgarden (IRGC) versuchen, diese aufzuhalten und zurückzudrängen. Damit wächst die Sorge vor einem neuen Konflikt und einer weiteren Front an der irakisch-iranischen Grenze.

Die irakische Regierung scheint eine Beteiligung an möglichen Plänen Trumps zumindest öffentlich auszuschließen. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani sei dem bestehenden Sicherheitsabkommen mit dem Iran voll verpflichtet, sagte dessen Sicherheitsberater Kassim al-Aradschi. In einem Telefonat mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi betonte er, dass jegliche Versuche, die Grenze zu durchdringen, verhindert werden müssten. Zugleich seien die als Peschmerga bekannten Kurdenmilizen zur Grenze geschickt worden, um diese zu sichern./jot/DP/stw


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