MOSKAU/DUSCHANBE (dpa-AFX) - Der Kreml hat der ukrainischen Führung vorgeworfen, sie habe den Istanbuler Verhandlungsprozess um eine mögliche Friedenslösung unterbrochen. "Er steht auf Pause wegen des Unwillens des Kiewer Regimes auf irgendeine Weise auf die Fragen zu antworten, die von uns gestellt wurden", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin. Die Ukraine antworte nicht auf einen Dokumentenentwurf, der übergeben worden sei. Sie reagiere nicht auf den Vorschlag, drei Arbeitsgruppen zu erstellen.
Die russische Seite sei voller Optimismus hinsichtlich des Geists von Anchorage, nur vonseiten Kiews sei die Entwicklung nicht positiv, sagte Peskow. Moskau hoffe, dass US-Präsident Donald Trump den politischen Willen zu einer Friedenslösung behalte.
In Anchorage in Alaska hatten sich Trump und Kremlchef Wladimir Putin Mitte August getroffen, greifbare Ergebnisse im Hinblick auf eine schnelle Friedenslösung brachte der Gipfel nicht.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als dreieinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Delegationen aus Moskau und Kiew hatten sich ab Mai mehrfach zu direkten Verhandlungen in Istanbul in der Türkei getroffen. Seitdem gab es mehrere Austausche von Gefangenen und Soldatenleichen. Eine baldige Friedenslösung als Ergebnis brachten die Gespräche allerdings nicht. Moskau beharrte auf Maximalforderungen./ksr/DP/stk
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