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Klingbeil: Werden bei Lagarde-Nachfolge 'kraftvoll mitreden'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem Medienbericht über einen vorzeitigen Abtritt von EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat sich erstmals Bundesfinanzminister Lars Klingbeil dazu geäußert. Er arbeite mit Lagarde "sehr gut und vertrauensvoll" zusammen und beteilige sich nicht an jüngsten Spekulationen, sagte der SPD-Politiker bei einem Besuch in Frankfurt. Diese seien ohne Grundlage.

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Der Bundesvorsitzende der SPD Lars Klingbeil bei einer Rede im Bundestag.
Quelle: - ©Fionn Grosse:

Wenn es so weit sei und es um die Nachfolge von Lagarde gehe, werde sich die Bundesregierung aber "sehr schnell" mit dieser Frage beschäftigen und dann eine gemeinsame Position haben. "Und natürlich werden wir dann auch kraftvoll mitreden als Bundesregierung, wenn es um die Frage der Nachfolge von Frau Lagarde geht", sagte Klingbeil nach Gesprächen mit dem hessischen Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) und Vertretern des Finanzplatzes Frankfurt. Noch stehe das Thema nicht an.

Spekulationen über Amtsdauer von Lagarde

Zuletzt hatte die "Financial Times" (FT) berichtet, dass Lagarde noch vor den Präsidentschaftswahlen in Frankreich im April 2027 abtreten dürfte. Hintergrund sind demnach Sorgen, dass Rechtspopulisten die Wahl in Frankreich gewinnen könnten, was die Neubesetzung der Spitze der Europäischen Zentralbank erschweren könnte.

Regulär läuft die Amtszeit von Lagarde bis Oktober 2027, doch längst laufen Spekulationen über ihre Nachfolge. Für den EZB-Spitzenposten haben sich auch Bundesbank-Präsident Joachim Nagel und EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel ins Gespräch gebracht. Seit der Gründung der EZB 1988 konnte Deutschland noch nie deren Spitze besetzen.

Die EZB hatte zu dem Bericht der "FT" erklärt, Lagarde konzentriere "sich voll und ganz" auf ihre Aufgabe und habe noch keine Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen./als/DP/men

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