KfW-Chef: 'Demokratie ist ein harter Standortfaktor'

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Blick auf die Frankfurter City. Die Mainmetropole ist einer der wichtigsten europäischen Finanzplätze.
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BANGKOK (dpa-AFX) - Die Förderbank KfW sieht hohes internationales Interesse an Investitionen in Deutschland - aber auch eine Sensibilität für weitere politische Stabilität. "Demokratie ist ein harter Standortfaktor", sagte Vorstandschef Stefan Wintels der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Bangkok. "Investoren beobachten genau, ob demokratische Grundwerte, Rechtsstaatlichkeit und offene Märkte in Deutschland verlässlich geschützt bleiben." Was der Standort am wenigsten gebrauchen könne, seien Abschottung, Polarisierung und Blockade.

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Wintels äußerte sich auf die Frage, ob das Erstarken der AfD bei den jüngsten Landtagswahlen ein Thema für Investoren sei. In Sachsen-Anhalt hatte die vom dortigen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Partei die Wahl gewonnen, auch in Mecklenburg-Vorpommern wurde sie stärkste Kraft.

"Erste Adresse" für Investitionen in Europa

Insgesamt bleibe Deutschland trotz aller Herausforderungen "erste Adresse in Europa", sagte der KfW-Chef nach Gesprächen mit Vertretern internationaler Investoren in Bangkok. "Kapital ist da, der Investitionswille ebenso." Entscheidend sei, wie rentabel und sicher ein Investment sei. "Dafür brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungen und in zentralen Bereichen den Schulterschluss von Staat und privatem Kapital."

Gefragte Bereiche seien Energie, Verteidigung, Digitalisierung, Bildung, Forschung und nachhaltige Infrastruktur. Investoren suchten konkrete, investierbare Projekte, sagte Wintels. Hier setze der von Bundesregierung und KfW initiierte "Deutschlandfonds" an. Ziel ist, mit 30 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und Garantien Investitionen von 130 Milliarden Euro in Energie, Mittelstand, kritische Rohstoffe und Technologiefirmen zu stimulieren./sam/DP/zb



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