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Jazeera-Reporter in Gaza getötet - Israel: Hamas-Terrorist

TEL AVIV/GAZA (dpa-AFX) - Bei einem israelischen Drohnenangriff im Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben ein Reporter des arabischen Senders Al Jazeera getötet worden. Mohammed Wischah sei ums Leben gekommen, als ein Fahrzeug, in dem er westlich der Stadt Gaza unterwegs gewesen sei, von einer Rakete getroffen worden sei, teilte der palästinensische Zivilschutz mit.

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Zerstörte Gebäude im Gazastreifen
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Israelische Darstellung: Verbindung zur Hamas

Die israelische Armee teilte am Donnerstag mit, bei dem am Vortag getöteten Mann handele es sich um ein Mitglied der islamistischen Terrororganisation Hamas. Er habe eine Schlüsselposition in der Raketen-, Drohnen- und Waffenproduktion der Gruppierung gespielt. Wischah habe Terroranschläge auf israelische Soldaten geplant, die in der Gegend im Einsatz gewesen seien und eine "konkrete Bedrohung" für diese dargestellt. Die Arbeit als Journalist habe nur als Fassade gedient. Die Vorwürfe lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Al Jazeera: "Abscheuliches Verbrechen"

Al Jazeera teilte dagegen mit, Wischah habe seit 2018 für den Sender gearbeitet. Israel habe seit Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als zweieinhalb Jahren immer wieder Journalisten im Visier gehabt. Die Tötung Wischahs sei ein "abscheuliches Verbrechen" und stelle einen eklatanten Verstoß gegen internationales Recht dar. Israel ziele systematisch auf Journalisten ab, um "die Stimme der Wahrheit zum Schweigen zu bringen".

Laut Informationen des Komitees zum Schutz von Journalisten (CPJ) sind seit Beginn des Gaza-Kriegs mindestens 260 Journalisten im Gazastreifen getötet worden. Es ist demnach der Krieg mit den meisten dokumentierten Fällen getöteter Journalisten. Seit dem 10. Oktober herrscht eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas, es kommt aber dennoch immer wieder zu tödlichen Vorfällen. Israel hat Journalisten im Gazastreifen mehrfach vorgeworfen, sie seien für die Hamas im Einsatz gewesen./edr/DP/men

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