- Der Iran nutzt Wolkenimpfen gegen die Dürre.
- In Teheran fanden Regengebete nach dem Freitagsgebet statt.
- Die Wasserversorgung soll nachts bis zum Morgen abgestellt werden.
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Am Freitag fanden in der Hauptstadt Teheran, die mit ihren 15 Millionen Einwohnern besonders stark von der Wasserkrise betroffen ist, nach dem traditionellen Freitagsgebet Regengebete statt. Die Initiative stieß jedoch in der Gesellschaft auf harsche Kritik. Statt auf wissenschaftliche Expertise zu setzen, offenbare die Regierung mit Regengebeten ihre Hilflosigkeit, so die Kritiker. Selbst staatliche Medien sprechen inzwischen von einer nationalen Katastrophe.
Islamische Hardliner sowie mehrere Geistliche im Iran machen den "unislamischen" Lebensstil vieler Bürger, insbesondere in der Millionenmetropole Teheran, für die Trockenheit verantwortlich. "Zweifellos wirkt sich das Sündigen der Menschen auch auf die Verringerung göttlicher Gaben wie Regen aus", erklärte der Abgeordnete Kamran Ghasanfari. Vor allem Frauen ohne Kopftuch würden eine Mitschuld tragen.
Da die meisten Staudämme ausgetrocknet sind, wächst die Panik in der Bevölkerung. Die Regierung sieht sich daher gezwungen, drastische Schritte zu ergreifen. So will das Energieministerium in Teheran und weiteren Regionen die Wasserversorgung abends bis zum nächsten Morgen
- etwa elf Stunden - abstellen. Präsident Massud Peseschkian brachte
sogar eine Evakuierung der Hauptstadt ins Spiel, doch diese Möglichkeit wird innerhalb der Regierung als kaum realistisch eingeschätzt./pey/str/DP/mis
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