- Die Bundeswehr ist auf Ausspähaktionen vorbereitet.
- Russland überwacht Militärlieferungen an die Ukraine.
- Bundeswehr soll auf 260.000 aktive Soldaten wachsen.
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In einem kürzlich veröffentlichten Bericht der "New York Times" hieß es unter Berufung auf Quellen aus US-Behörden und anderen westlichen Staaten, Russland oder russische Unterstützer ließen Routen im Osten Deutschlands, die für die Lieferung von Militärgütern an die Ukraine genutzt würden, mit Drohnen überwachen. Kaack sagte weiter, das Ausspähen finde auf ganz unterschiedliche Art und Weise statt - mit Menschen, mit Drohnen. "Wir haben Eindringversuche und Sabotageversuche." Einige Soldaten würden auf ihrem Weg nach Hause kontaktiert. "Was wir da machen, ist natürlich zu reagieren."
Kaack lobt Wehrdienstmodell
Kaack lobte das geplante Wehrdienstmodell, das am Mittwoch vom Kabinett beschlossen worden war. Er sei überzeugt, dass die geplante freiwillige Wehrdienstlösung der Marine massiv helfen werde, ihre Nachwuchsprobleme in den Griff zu bekommen. "Der neue Wehrdienst wird der Game-Changer", sagte Kaack.
Er räumte ein, dass er "immer ein Freund der Wehrpflicht" gewesen sei, allerdings lasse sich die Zeit seit Aussetzen der Wehrpflicht im Jahr 2011 nicht ungeschehen machen. Entsprechend werde die Bundeswehr Zeit brauchen, die damals aufgegebenen Fähigkeiten wiederherzustellen. Man müsse sich zu einer Ausbildungsmarine hinentwickeln, die massiv und regelmäßig eine große Zahl von jungen Menschen dafür begeistere, sich länger zu verpflichten. "Und das braucht auch seine Zeit."
Nach dem Kabinettsbeschluss soll zunächst versucht werden, die Zahl der Freiwilligen für einen Dienst in der Bundeswehr zu erhöhen. Nach den neuen Nato-Zielen muss die Bundeswehr eine Personalstärke von mindestens 260.000 Männern und Frauen in der aktiven Truppe sowie 200.000 Reservistinnen und Reservisten erreichen. Gelingt es nicht, genügend Freiwillige zu gewinnen, kann dem Gesetzentwurf zufolge eine verpflichtende Heranziehung eingeführt werden. Dies würde aber nicht automatisch geschehen, sondern müsste vom Parlament noch einmal gebilligt werden./hme/DP/zb
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