Über einen neuen Messaging Adapter übersetzt IBM die gewohnten Zahlungsanweisungen in Transaktionen auf Swifts blockchainbasiertem Ledger. Banken können tokenisierte Einlagen dadurch rund um die Uhr zwischen teilnehmenden Institutionen bewegen, wohingegen die endgültige Abwicklung weiterhin über bestehende Systeme wie Real-Time-Gross-Settlement-Netzwerke erfolgt. Swift selbst bleibt damit auch künftig ein Finanznachrichtennetzwerk und ersetzt die traditionelle Abwicklungsinfrastruktur nicht vollständig.
Swift entwickelte das Shared Ledger gemeinsam mit mehr als 40 Finanzinstituten und brachte das Projekt nach eigenen Angaben innerhalb von weniger als neun Monaten vom Konzept in die aktive Testphase. Inzwischen gehören 17 Institute zur ersten Gruppe, die Transaktionen mit tokenisierten Bankeinlagen erprobt. Welche über IBM bereits konkrete Transaktionen durchgeführt haben, nennt das Unternehmen allerdings nicht.
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Die mögliche Reichweite ist jedoch ausgesprochen groß. Swift verbindet weltweit 12.500 Finanzinstitute in mehr als 200 Märkten. IBM verweist zudem auf Daten von J.P. Morgan Payments, wonach bereits 93 Prozent der Finanzinstitute ihre Zahlungsinfrastruktur modernisieren. Für Banken könnte sich damit ein Mittelweg zwischen klassischem Zahlungsverkehr und vollständig blockchainbasierten Finanzsystemen entwickeln.
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