Hugo Boss im Übernahmefieber: Reicht Frasers’ Angebot aus?

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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Ein Hugo Boss-Store in Berlin.
© Terroa / iStock Editorial / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Die Aktie von Hugo Boss legt kräftig zu. Der britische Großaktionär Frasers möchte den Modekonzern vollständig übernehmen, bietet jedoch eine vergleichsweise niedrige Prämie.
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Ein möglicher Eigentümerwechsel sorgt bei Hugo Boss (Hugo Boss Aktie) für neue Bewegung im Aktienkurs. Die Papiere des Modekonzerns stiegen am Donnerstag zeitweise um rund sieben Prozent, nachdem die britische Frasers Group ein Übernahmeangebot angekündigt hatte.

Frasers ist bereits heute der wichtigste Anteilseigner von Hugo Boss. Der Handelskonzern hält rund 26 Prozent der Aktien und bietet nun 38 Euro in bar je Aktie für die noch ausstehenden Anteile. Laut CNBC beläuft sich das Transaktionsvolumen auf 1,978 Milliarden Euro beziehungsweise 2,28 Milliarden US-Dollar.

An der Börse richtet sich der Blick vor allem auf die Höhe der Offerte. Denn der gebotene Preis liegt lediglich rund 4 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch. Genau dieser geringe Aufschlag lässt Raum für Spekulationen. Anleger fragen sich, ob Frasers mit diesem Angebot bereits die finale Marke gesetzt hat oder ob im weiteren Verlauf noch nachgebessert werden könnte.

Der britische Konzern stellt sich eigenen Angaben zufolge weiterhin hinter die langfristige Wachstumsstrategie von Hugo Boss. Auch Vorstandschef Daniel Grieder und Aufsichtsratschef Stephan Sturm sollen weiterhin unterstützt werden. Damit wirkt der Vorstoß weniger wie ein feindlicher Angriff, sondern eher wie der kontrollierte Ausbau des Einflusses auf den Modekonzern.

Werte aus dem Artikel:
Frasers Group Aktie 9,20 € +9,52%
Hugo Boss Aktie 39,76 € +9,05%

Analysten von Citi sehen die niedrige Prämie laut CNBC zweischneidig. Einerseits könne sie künftigen Anteilskäufen Grenzen setzen. Andererseits könne gerade der geringe Aufschlag die Erwartung nähren, dass Frasers sein Angebot im weiteren Verlauf noch erhöhen muss. Kurzfristig rechnen die Experten nur mit begrenztem zusätzlichem Kurspotenzial.

Damit verändert sich für Investoren die Ausgangslage bei Hugo Boss. Aus einer Aktie, die bislang stark mit Turnaround-Hoffnungen und dem Luxussegment des Massenmarkts verbunden war, wird nun auch eine Übernahmespekulation. Der geplante Deal steht allerdings noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Der Abschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Entscheidend dürfte nun sein, wie Aktionäre und Marktteilnehmer auf das Angebot reagieren. Die zentrale Frage bleibt: Genügen 38 Euro je Aktie – oder beginnt bei Hugo Boss erst jetzt das Ringen um einen höheren Preis?

Autor: sbh-Redaktion/FH


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