HSBC-Aktie verliert zeitweise über 6 Prozent: Quartalsgewinn enttäuscht
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.
HSBC verdient deutlich mehr und kündigt Aktienrückkäufe an. Dennoch gibt der Kurs in Hongkong kräftig nach. Die Erwartungen an das dritte Quartal hat die Bank gleich an zwei Stellen verfehlt.
Für dich zusammengefasst:
HSBC-Aktie fiel in Hongkong zeitweise um 6 Prozent.
Der Vorsteuergewinn im dritten Quartal betrug 9,63 Milliarden US-Dollar.
Die operativen Aufwendungen sanken auf 8,8 Milliarden US-Dollar.
Nach Vorlage des Quartalsberichts verlor die HSBC-Aktie in Hongkong zwischenzeitlich 6 Prozent. Dabei will die Bank bis Jahresende für maximal eine Milliarde US-Dollar eigene Anteile erwerben und hat ihren Vorsteuergewinn deutlich gesteigert.
Dieser erreichte im dritten Quartal 9,63 Milliarden US-Dollar und lag damit 32 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Analystenprognose von 9,69 Milliarden US-Dollar wurde jedoch verfehlt. Auch die Erlöse enttäuschten die Erwartungen. Sie erhöhten sich lediglich von 17,8 Milliarden auf 18,6 Milliarden US-Dollar. Am Markt waren 18,93 Milliarden US-Dollar erwartet worden.
Beim Gewinnvergleich spielt zudem eine Belastung aus dem Vorjahr eine wichtige Rolle. Im damaligen Quartal hatte HSBC Rechtsrückstellungen über 1,4 Milliarden US-Dollar gebildet. Eine entsprechende Belastung blieb dieses Mal aus. Zusätzlich profitierten die Ergebnisse von höheren Erträgen und niedrigeren Kreditausfällen.
Die operativen Aufwendungen sanken um zwölf Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die entfallenen Rechtsrückstellungen. Werden Sondereffekte ausgeklammert, ergibt sich hingegen ein Kostenanstieg. Hier machten sich die Inflation und zusätzliche Ausgaben für Technologie bemerkbar.
Beim Zinsüberschuss erreichte HSBC 9,3 Milliarden US-Dollar. Dieses Wachstum wurde von steigenden Einlagen und besseren Renditen bei der Wiederanlage getragen. Die Bank verdiente mehr Gebühren sowohl mit Unternehmen und institutionellen Kunden als auch in der Vermögensverwaltung. Für die Aktionäre ist eine dritte Zwischendividende in Höhe von zehn US-Cent pro Anteil vorgesehen.
Für das Jahr 2026 erwartet HSBC im Bankgeschäft weiterhin einen Zinsüberschuss von mindestens 46 Milliarden US-Dollar. Die um Sondereffekte bereinigte Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital soll im Zeitraum von 2026 bis 2028 mindestens 17 Prozent betragen.
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