ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 2053

Harmony Gold erweitert das Geschäft um Kupfer – Gewinn und Dividende legen zu

Harmony Gold geht den nächsten Schritt Richtung Kupfergeschäft: Trotz rückläufiger Goldproduktion im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 stiegen Gewinn und Dividende deutlich. Anleger reagierten am Mittwochmittag dennoch verschnupft – die Aktie verlor im Xetra-Handel mehr als 5 Prozent.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Kupfer ist ein sehr beliebtes Industriemetall.
Quelle: - picture alliance / Sipa USA | SOPA Images
Harmony Gold Mining Ltd ADR 18,67 $ Harmony Gold Mining Ltd ADR Chart +6,62%
Zugehörige Wertpapiere:

Der südafrikanische Bergbaukonzern Harmony Gold (Goldkurs) Mining hat im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2026 erstmals Kupfer produziert. In den sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2025 wurden aus der australischen CSA-Mine 3.913 Tonnen Kupferkonzentrat gewonnen, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Damit setzt das Unternehmen ein strategisches Signal, das über die reine Produktionszahl hinausgeht.

Bislang war Harmony vor allem als Goldproduzent bekannt. Mit der am 24. Oktober abgeschlossenen Übernahme der CSA-Mine in New South Wales und dem Baustart für das Eva-Kupferprojekt in Queensland baut der Konzern nun ein weiteres Standbein auf. Gold bleibt zwar das wichtigste Geschäftsfeld, doch der Vorstoß in Richtung Kupfer zeigt, dass Harmony stärker auf ein Metall setzen will, das für die Elektrifizierung und die Energiewende besonders gefragt ist.

Für Anleger ist diese Entwicklung in mehrfacher Hinsicht relevant. Einerseits versucht das Unternehmen, sich in einem Markt mit voraussichtlich wachsender Nachfrage breiter aufzustellen. Andererseits erfolgt dieser Umbau in einer Phase, in der das Goldgeschäft operativ Gegenwind spürt. So sank die Goldproduktion im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 gegenüber dem vorangegangenen Halbjahr um 9 Prozent auf 724.000 Unzen. Harmony wurde unter anderem durch ein mechanisches Problem in der Hidden-Valley-Mine in Papua-Neuguinea sowie durch Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Cyanid für die südafrikanischen Minen belastet.

Trotz der niedrigeren Goldförderung konnte der Konzern seinen Gewinn deutlich steigern. Der Nettogewinn kletterte in den sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2025 um fast ein Viertel auf 9,7 Milliarden Rand (umgerechnet 597 Millionen US-Dollar). Unterstützt wurde das Ergebnis durch den starken Goldpreis, der seit Beginn des vergangenen Jahres deutlich gestiegen ist.

Parallel dazu treibt Harmony den Ausbau des Kupfergeschäfts voran. Für die CSA-Mine rechnet das Unternehmen im aktuellen Zwölfmonatszeitraum bis Juni mit einer Produktion von bis zu 18.500 Tonnen Kupferkonzentrat. In das Eva-Projekt sollen in den kommenden drei Jahren bis zu 1,75 Milliarden US-Dollar fließen. Nach Inbetriebnahme der Mine strebt Harmony eine jährliche Kupferproduktion von 100.000 Tonnen an.

Auch bei der Ausschüttung zeigt sich der Konzern selbstbewusst. Trotz einer rückläufigen Goldproduktion kündigte Harmony eine Rekord-Zwischendividende von 3,4 Milliarden Rand an.

An der Börse kam das Zahlenwerk am Mittwochmittag dennoch nicht gut an. Die Aktie von Harmony Gold Mining verlor im Xetra-Handel mehr als fünf Prozent und wurde zuletzt bei 15,43 Euro gehandelt (Stand: 12:09 Uhr).

Autor: sbh-Redaktion/FH


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend