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Hacker schickt 320 Bitcoin zurück: Südkorea-Justiz atmet auf

320 Bitcoin verschwinden aus staatlicher Verwahrung und tauchen Monate später plötzlich wieder auf. Südkoreas Staatsanwaltschaft vermutet, dass der Täter beim Cash-out an Grenzen stieß. Was hinter der Rückgabe stecken könnte und warum der Fall trotzdem brisant bleibt.
  • Ein ungewöhnlicher Vorgang sorgt in Südkorea für Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft in Gwangju hat 320,88 Bitcoin zurückerhalten, die seit August 2025 aus staatlicher Verwahrung verschwunden waren. Laut lokalen Berichten landeten die Coins am 17. Februar überraschend wieder in der Wallet, deren Schlüssel von den Behörden kontrolliert werden. Der Gegenwert lag zum Zeitpunkt der Rückgabe bei rund 21,3 Millionen US-Dollar.
  • Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass der Täter bereits gefasst wurde. Vielmehr spricht vieles dafür, dass der unbekannte Angreifer die Bestände freiwillig zurücküberwiesen hat, weil eine Verwertung zunehmend unmöglich wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte demnach in- und ausländische Handelsplätze kontaktiert und um das Einfrieren verdächtiger Wallet-Bewegungen gebeten. Damit dürfte es für den Täter deutlich schwieriger geworden sein, die Bitcoin in Fiatgeld umzuwandeln oder “sauber” zu bewegen.
  • Wie die Coins überhaupt abhandenkamen, ist brisant. In der Behörde soll beim Prüfen der Verwahrung ein Phishing-Link genutzt worden sein, über den Zugangsdaten kompromittiert wurden. Die Bitcoin stammten aus einem Verfahren rund um ein illegales Glücksspielnetzwerk und sollten nach Rechtskraft des Urteils in die Staatskasse überführt werden.
  • Trotz der Rückgabe bleibt der Fall für den Staat unangenehm. Die Ermittler wollen den Täter weiterhin identifizieren und prüfen zusätzlich verdächtige Phishing-Seiten sowie Domain-Strukturen. Der Vorfall unterstreicht, wie heikel die Verwahrung beschlagnahmter Kryptowährungen ist und warum institutionelle Standards bei Wallet-Sicherheit und Prozesskontrollen zunehmend zum Politikum werden.
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